Leserbriefe

Stelle ist inhaltlich neu ausgerichtet

30.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martin Schwer, Pfarrer an St. Johannes, Nürtingen. Zum Artikel „Erwartungen wurden nicht erfüllt“ vom 17. April. Die Berichterstattung zur Neukonzeption der Caritas-Flüchtlingsarbeit in Nürtingen hat leider das ihr gestellte Thema, die inhaltliche Neuausrichtung der Stelle von Frau Sellhorst, versäumt zu beschreiben. Das will ich hier nachholen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Arbeitskreise wird weiter unterstützt werden, es ist also kein Bruch entstanden. Die Stelle jedoch ist fortan näher in die Arbeit der Kirchengemeinde St. Johannes eingebunden, die in der Flüchtlingsarbeit einen ihrer Schwerpunkte sieht. Wir haben bei der Präsentation vor Mitarbeitenden in der Flüchtlingsarbeit die neue Konzeption mit ihren fünf Schwerpunkten vorgestellt: Die Kirchengemeinde mit ihrem diakonischen Auftrag und Profil, die Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung von Ehrenamtlichen, der interkulturelle Austausch; Kultur des Willkommens und der Begegnung, Ressourcenaktivierung und Stabilisierung von Flüchtlingen durch interdisziplinäre kunsttherapeutische Projekte und Begegnungsangebote sowie Kooperationen.

Originäre Aufgabe der Projektstelle ist es, Ehrenamtliche zu begleiten, zu stärken und zu qualifizieren und natürlich neue zu gewinnen. Danach rufen auch die Arbeitskreise. Die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten sind bekannterweise vielfältig. Neu ist, dass sich Frau Sellhorst von jetzt an professionell auch mit ihrer kunsttherapeutischen Kompetenz einbringen wird.

Ein letzter Schwerpunkt, die Kooperation: Die Inhaberin der Projektstelle hat seit September 2014 die Kooperation mit dem Sozialen Dienst der Awo und dem Landratsamt positiv gestalten können und so zur Verbesserung der Lebenssituation von Flüchtlingen erheblich beigetragen. Dies wollen wir fortsetzen. Nicht ist uns wichtiger als Klarheit und Transparenz in den Absprachen zwischen den verschiedenen Akteuren. Darüber hinaus liegt uns weiterhin an einer engen ökumenischen Zusammenarbeit, wie wir sie beispielsweise in Bezug auf die Bemühungen um Wohnraum für Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung praktizieren. Dies ist und bleibt eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten – damit sich Erwartungen erfüllen.

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