Leserbriefe

Statt Kohlenmeiler Tonwaren herstellen

29.07.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Pius Kopp, Kohlberg. Zum Artikel „Köhlermarkt in Kohlberg“ vom 17. Juli. Zum Wesen eines Querdenkers gehört Kritik, aber auch das Aufzeigen von Alternativen. Meine nachträgliche Betrachtung gilt einerseits der Meiler-Attraktion („mal was anderes“) mit dem erfreulich stimmungsvollen „Köhler“-Fest; andererseits den Beschwerden über die Tage dauernde Geruchsbelästigung.

Richtig ist, dass die Köhlerei eines der ältesten Handwerke der Menschheit ist und seit 2014 auch in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Es ist erfreulich, dass sich der Bürgermeister mit dem Gemeinderat für die Bewahrung und Pflege historischer Berufe einsetzt und die Handwerkstradition des Köhlers anlässlich des 125-jährigen Jubiläumsfestes des Albvereins hautnah vor Augen geführt hat. Meine Kritik: Es gibt keine Garantie auf Ewigkeitswerte der Köhlerei. Mit Liebe zur Vergangenheit kann man ein Museum betreiben – aber keine kommunale Entwicklung. Vielleicht aber will Bürgermeister Taigel mit dieser „Vergangenheits-Werkstatt“ die von ihm vor einem Jahr viel gepriesene Zukunftswerkstatt ersetzen?

Als Querdenker will ich hiermit Anregungen geben für weitsichtiges Handeln beziehungsweise die zukünftige Fest-Gestaltung. Die am Jusi von den Kelten schon praktizierte Herstellung von Tonwaren und das historische Brennen von Töpferware und handgefertigten Ziegeln könnte man aufzeigen. Diese einfache Herstellung und ein, ebenfalls mit Feuer verbundener, Feld- oder Gruben-Brand nach Art der Kelten wäre kostengünstiger möglich. Im nahen Aichtal gibt es dazu den Feuer-Künstler Adelbert Bachofer.

Von Vorteil wäre der Effekt von Nachhaltigkeit: Das Töpfern und Brennen wird hier nämlich im privaten Bereich von fast jedermann nachvollziehbar und ist ohne großen Aufwand möglich, im Gegensatz zum Erstellen eines Kohlenmeilers. Und wenn schon eine Attraktion mit Feuer und „etwas Neuem“ in Kohlberg erwünscht ist, warum nicht „Feuerlaufen“? Solche gemeinschaftsbildenden Treffen an der feurigen Glut werden aktuell von vielen Gruppen mit Feuereifer praktiziert. Eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, um Ängste abzubauen.

Die Kohlberger werden dieses Ansinnen wahrscheinlich als Spinnerei abtun. Es mag beruhigend sein, sich an dem zu orientieren, was die Masse tut.

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