Leserbriefe

„Stadt informiert die Bürger falsch“

02.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jens-Heiko Adolph, Nürtingen. Zum Artikel „Auseinandersetzung spitzt sich zu“ vom 29. September. Klar, dass Herr Krämer von der Siedlungsbau die Betonklötze bis ans Neckarufer als vergleichsweise „zurückhaltende Verdichtung mit starker Durchgrünung“ empfindet. Und dass der Stadtverwaltung offensichtlich die Kreativität fehlt, eine andere als die fast 100-prozentige Bebauung als städtebaulich vorteilhaft zu bewerten, ist nicht neu. Die Architektur der Nürtinger Innenstadt zeigt uns die Folgen dieser Denkweise.

Doch die Aussagen des Stadtkämmerers Gluiber sind der Gipfel: Der Sanierungszuschuss von 900 000 Euro muss eben nicht bei einem Projektstopp zurückbezahlt werden. Ich erinnere mich, dass auch am zweiten Runden Tisch die Kosten für den Hochwasserdamm der einreihigen Bebauung seitens der Stadt um etwa eine Million Euro zu hoch angesetzt waren.

Dies wurde jedoch damals geklärt. Genauso andere überhöhte Kostenpositionen, um die einreihige Bebauung finanziell als nicht machbar zu positionieren. Beispiel Altlastsanierung, Planungskosten, Freiflächengestaltung. Zusätzlich können Fördergelder für die entstehenden Überschwemmungsflächen beantragt werden. Man muss also wiederholt feststellen, dass die Stadtverwaltung wiederholt Bürger und Gemeinderat falsch informiert und scheinbar nicht die erforderliche Kompetenz für das Verständnis der Zusammenhänge besitzt.

Transparenz bei Fakten? Bis heute Fehlanzeige. Stattdessen Verschleierung und Drohung mit Mittelkürzungen für Jugendhaus, Vereine und Kinder-Kultur-Werkstatt. Ich hoffe, die Herren und Damen Gemeinderäte fordern für dieses wiederholt skandalöse Vorgehen scharfe Konsequenzen ein.

Die Informationsbasis zur heutigen Entscheidung des Wörth-Areals ist nicht gegeben! Übrigens: Wenn wir Kosten einsparen wollen, empfehle ich ein Programm zur Effizienzsteigerung in der Stadtverwaltung. Man darf optimistisch sein, dass im Nürtinger Rathaus zahlreiche Ansatzpunkte ohne Folgeschäden für die Jugend gefunden werden.

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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