Leserbriefe

Spenden an Bäumen wurden gestohlen

15.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gustav Breitling, Schlaitdorf. Entsetzt mussten in diesen Tagen zwei Schlaitdorfer feststellen, dass am Weihnachtsbaum, der zur Abholung bereitgestellt war, nur noch eine Schnur ohne Briefumschlag hing. Ihre gut und großzügig gemeinte Spende war wohl in die falschen Hände geraten? Seit vielen Jahren werden auch in Schlaitdorf Anfang Januar von freiwilligen Helfern des Posaunenchors die ausgedienten Weihnachtsbäume gegen eine kleine Spende eingesammelt.

Der Erlös ist für die Posaunenarbeit bestimmt oder wird an soziale Einrichtungen weitergeleitet. Motiviert machten sich zehn Personen am vergangenen Samstag bei minus vier Grad auf glatten Straßen an die Arbeit und waren letzten Endes doch sehr enttäuscht, durchgefroren und frustriert. Wieder einmal waren dreiste Diebe schneller und sammelten fleißig und skrupellos im fast ganzen Dorfgebiet viele der an den Bäumen angebrachten Spenden ein. Sicher auch für einen guten Zweck. Noch nie waren so viele Bäume ohne eine kleine Anerkennung bereitgestellt. Nachforschungen bei verschiedenen Spendern haben die Feststellungen leider bestätigt.

Was ist denn los in unserer Gesellschaft? Gibt es tatsächlich Menschen, welche aus Langeweile, Gedankenlosigkeit oder aus frecher Dummheit oder sonstigen niederen Beweggründen die Arbeit anderer Mitmenschen ausnützen, zerstören und dabei sogar eine Straftat begehen. Ist manchen Personen nichts mehr heilig, schreckt man vor nichts mehr zurück? Gibt es für einen bestimmten Personenkreis keine Werte mehr, keine Angst mehr vor den Folgen. Wir sind da aber auf einer interessanten Spur und warten aber bewusst ein paar Tage, bevor wir eine formelle Anzeige erstatten. Sollten weitere Anwohner etwas beobachtet haben, so bitten wir freundlichst um eine Rückmeldung.

Von großem Interesse wären auch Erfahrungen und Lösungen aus anderen Gemeinden. Auch solche bittere Erfahrungen werden uns nicht entmutigen, unsere kostbare Freizeit für einen guten Zweck und einen wichtigen Dienst einzubringen. Eine ganz neue und positive Erfahrung würden wir allerdings machen, wenn die Diebe plötzlich keine Freude mehr an ihrem Diebesgut hätten und das Geld da abliefern, wo es hingehört.

Leserbriefe

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Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

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