Leserbriefe

Solarförderung: ein Ablasshandel?

06.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Immel, Neckartailfingen. Zum Artikel „Verschärfte Anforderungen, bessere Förderung“ vom 26. Februar. Die Befürworter der Solar- und Windenergie behaupten immer, der Ausbau alternativer Energie würde den Strompreis nur geringfügig erhöhen – aber letztes Jahr waren es schon 10 Prozent und es werden auch bald 20 Prozent sein.

Einige sagen, sie würden gerne mehr für alternative Energie zahlen, aber warum verbrauchen die dann nicht ihren eigenen Strom, sondern speisen ihren teuren Strom ins Netz und belasten die Allgemeinheit, um ihr Umweltgewissen zu beruhigen?

Es war ein besonders dreister Etikettenschwindel der rot-grünen Regierung, die Subventionierung der Wind- und Solarenergie nicht aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren, sondern die Kosten dem Stromverbraucher aufzubürden. Ich halte das für rechts- und verfassungswidrig, aber wo kein Kläger ist, ist bekanntlich auch kein Richter.

Laut den EU-Verträgen soll in der EU der freie Verkehr von Waren und Dienstleistung stattfinden. Doch wann wird es endlich einen freien Strommarkt geben, so dass jeder den Strom dort kaufen kann, wo er am billigsten ist? Wer würde dann für alternativen Strom noch das Fünf- bis Achtfache bezahlen? Aber in Deutschland hat man den Leuten erst ein schlechtes Gewissen wegen der Klima- und Umweltbelastung eingeredet, und nun kann jeder sein Gewissen auf Kosten der Allgemeinheit durch Investitionen in alternative Energien beruhigen. Ein sehr profitabler Ablasshandel, der Milliarden in bestimmte Kassen gespült hat. So sieht echte Klientelpolitik aus.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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