Leserbriefe

Sieg auf ganzer Linie

08.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uwe Rehkugler, Wendlingen. Zum Artikel TVU bleibt auf der Sportanlage am Neckar vom 4. Februar. Mit großer Verwunderung, gemischt mit einer gewissen Fassungslosigkeit, habe ich aus der Wendlinger Zeitung entnommen, dass der vom Gemeinderat der Stadt Wendlingen für die Unterhaltung der Sportanlage des Turnvereins Unterboihingen (TVU) ursprünglich veranschlagte jährliche Zuschuss der Stadt Wendlingen durch mehrheitlichen Gemeinderatsbeschluss in nichtöffentlicher Sitzung von 20000 Euro um mehr als das Doppelte auf 45000 Euro angehoben wurde. Über die festgesetzte Mindestlaufzeit von 20 Jahren erhält der TVU damit einen Zuschuss von sage und schreibe knapp einer Million Euro. Zudem soll dem TVU die städtische Sporthalle zur sportlichen Nutzung überlassen werden und dabei die Hallennutzungsgebühren erlassen werden. Obendrein will man dem TVU auch noch eine Option einräumen, mittel- oder langfristig doch noch auf die neue Sportanlage am Speck umsiedeln zu können, falls die Eigenunterhaltung des TVU-Sportgeländes doch scheitern sollte.

Es ist für mich nicht nachzuvollziehen, dass dieser Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden, der bekanntlich gleichzeitig auch langjähriges Mitglied beim TVU ist, vom gesamten Wendlinger Gemeinderat mehrheitlich mitgetragen und beschlossen wurde. Damit ist die Taktik des TVU, auf Zeit zu spielen und so den Gemeinderat zu einer Mehrzahlung zu bewegen, voll und ganz aufgegangen. Der Gipfel dabei ist jedoch, dass der Betrag, der seitens des Gemeinderates ursprünglich veranschlagt war, nunmehr mehr als verdoppelt wurde. Da darf dann auch die Frage erlaubt sein, wer in dieser Sache letztendlich wen erpresst hat.

Sportlich ausgedrückt hat damit der TVU gegen die Stadt Wendlingen und dessen Gemeinderat auf ganzer Linie gesiegt. Wenn sich die Stadt Wendlingen und dessen Gemeinderat in anderen Fällen nur auch mal so spendabel zeigen würde wie in diesem Fall.

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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