Leserbriefe

Schwimmende Müllverbrennung

20.05.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Abgas – Alarm an Bord“ vom 13. Mai. Wenn in der Nürtinger Zeitung ein Artikel von Thomas Wüpper erscheint, steht immer Wichtiges drin, nicht nur über den finsteren S21-Skandal in Stuttgart. Diesmal werden die Urlauber auf Kreuzfahrtschiffen mit „Abgas-Alarm an Bord“ endlich darüber aufgeklärt, dass sie im Urlaub – der angeblich „schönsten Zeit des Jahres“ – jeden Tag und auch jede Nacht die schlimmsten Schadstoffe „genießen“, weil Aida, Tui Cruises und die anderen all ihre Luxusliner mit billigstem Abfall-Schweröl betreiben. Der Naturschutzbund Deutschland nennt sie deshalb kritisch „schwimmende Müllverbrennungen“.

Mehr als 300 dieser Luxus-„Müllverbrennungen“ verpesten weltweit nicht nur die „gesunde Seeluft“ der Urlauber, sondern auch die Häfen der wunderschönen Städte, die heimgesucht werden. Venedig wird nicht nur verpestet, sondern regelrecht zerstört durch die riesigen Ungetüme direkt vor dem Markusplatz. In Hamburg gibt es direkt neben der neuen Elbphilharmonie das Luxus-Abgas an der neuen Hafen-City und Travemünde leidet unter den riesigen Fährschiffen nach Skandinavien.

Es ist wichtig, dass auch dieser Abgas-Skandal zur See von der Nürtinger Zeitung ausführlich geschildert wird, damit in Stuttgart, der „Stau- und Feinstaub-Hauptstadt“ endlich etwas geschieht, nachdem das berüchtigte Neckartor zum Zentrum der Protestbewegung geworden ist. Weder der grüne Oberbürgermeister Kuhn noch der mittlerweile grün-schwarze Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben rechtzeitig erkannt, dass nachhaltige Maßnahmen durch die Politik in diesem „Diesel-Gate-Skandal“ erforderlich sind.

Es ist erbärmlich, dass von den regierenden Politikern und den Autobauern keine Lösungen erdacht werden, die den Verkehr in der Zukunft für lebende Menschen sinnvoll gestalten. „Elektro-Autos ohne Fahrer“ kann ja wohl keine Lösung sein, nachdem wir gerade jetzt wieder erlebt haben, wie anfällig „Digitale Zukunft 4.0“ ist. Nach einem weltweiten Cyberangriff läuft plötzlich nix mehr!

Leserbriefe

„Bus-Misere ist hausgemacht“

Bernd Sackmann, Reudern. Zum Artikel „Mehr Busse nach Reudern gefordert“ vom 1. Juni. Es ist sehr zu begrüßen, dass der Busverkehr zwischen Nürtingen und Reudern Anfang nächsten Jahres deutlich ausgebaut wird. Allerdings reichlich spät.

Warum wurde die wichtige Krankenhauslinie sonntags…

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