Leserbriefe

Schutz bei Einsätzen und härtere Strafen

11.01.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uwe Schulze, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Führerschein-Entzug bei Gewalt gegen Polizisten“ vom 3. Januar. Das Problem hängt eindeutig bei unserem Justizminister und der restlichen Politik. Die ganze Rechtsprechung hinkt ganz gewaltig. Und das nicht erst seit gestern. Wie lange soll das „Über-den-Kopf-streicheln“ und „das-darf-man-doch-nicht-machen“ noch gehen? Es wird immer gewartet, bis alles eskaliert. Wie ewig hat es gedauert, bis über „Gaffer“ und „Bilden einer Rettungsgasse“ diskutiert wurde? Und das Diskutieren geht weiter, aber Taten folgen keine!

Aus eigener Erfahrung kann ich nur berichten, dass man absichtlich bei einer Einsatzfahrt ausgebremst und hämisch über den Rückspiegel angegrinst wird. Übelste Beschimpfung hageln über uns herein, wenn wir während eines Notfalleinsatzes vor einer Garage halten. Bei Sanitätsdiensten, auf Festen und Sonnwendfeiern wird man mit Flaschen und Krügen beworfen. (Zur Erinnerung: Früher gab es noch Feste im Ländle ohne Security). Man muss sich mit Schaulustigen rumärgern, die unsere Arbeit behindern, blutende Unfallopfer werden gefilmt, fotografiert und sofort ins Netz gestellt. Neugierige, die trotz Absperrung zum Wohnungsbrand an die vorderste Front laufen und zum Schluss von uns mit einer Rauchgas-Intox behandelt werden müssen. Leute, die ihre Autos so parken, dass keine Feuerwehr geschweige denn ein Rettungswagen durchpasst. Fällt einem dazu noch was ein?

Und jetzt geht es richtig los. Nun wird von diesen Chaoten militant und mit voller Absicht gegen uns vorgegangen. Alle Einsatzkräfte – egal was für eine Uniform und Farbe sie tragen – gehören besonders geschützt. Die Strafen müssen bei Angriffen und Behinderungen doppelt und dreifach so hoch ausfallen wie gegen einen Zivilisten. Herr Kusterer im Artikel hat vollkommen recht: „Ich halte nichts von erzieherischen Maßnahmen, die Täter gehören hinter Gitter.“

Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass unsere Strafen viel zu mild und gering ausfallen. Da versucht einer eine andere Person vor die fahrende S-Bahn zu stoßen, da werden Kinder und Frauen vergewaltigt, Opfer bestialisch gequält und ermordet und alle kommen sie hinterher in die Psychiatrie mit Radio, Fernseher und weichem Bett. Wäre ich Justizminister, mir würden ganz andere Strafen einfallen! Dann wäre wieder Respekt vorhanden. Volksvertreter aller Parteien: Gelesen, angekommen, verstanden? Die Verantwortlichen sollten was machen – und zwar sofort!

Leserbriefe

Kostensteigerung ist ein Skandal

Hermann Döhne, Nürtingen. Zum Artikel „Teufelsklinge in der nächsten Runde“ vom 18. Januar. Die Debatte um die Kostenentwicklung bei der Teufelsbrücke nimmt kein Ende. Immer neue Hiobsbotschaften müssen verkündet werden, so jedenfalls war es in der letzten Sitzung des Bau- und…

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