Leserbriefe

Schöne neue Welt ohne Stuttgart 21

19.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Wahlkämpfer Kretschmann“ vom 12. November. Das einzig verbleibende Argument für Stuttgart 21 scheinen möglichst hohe Ausstiegskosten zu sein, denn auch Jörg Hamann erwähnt in seinem Leitartikel nur noch die Probleme mit den überall plakatierten 1,5 Milliarden anstelle der maximal notwendigen 350 Millionen Euro.

Aber unabhängig davon fehlt das Geld zum Weiterbau von S21, weil der Kostenrahmen von 4,5 Milliarden ausgeschöpft ist, wie Verkehrsminister Herrmann anhand der Zahlen der Bahn nachgewiesen hat. Alle Finanzierungspartner haben aber stets abgelehnt, mehr als 4,5 Milliarden zu zahlen. Was nun?

Deshalb hat MP Kretschmann die Bahn zu einer Erklärung aufgefordert, dass alle weiteren Kosten von der Bahn übernommen werden, wenn überhaupt weitergebaut wird. Aber Bahnchef Grube schweigt. Warum eigentlich?

Werden wir also bald in Stuttgart vor einer riesigen Baugrube stehen, die keiner mehr bezahlen will und kann? Und was passiert dann eigentlich? Soll etwa der Steuerzahler dann endlos zahlen, bloß weil die Baustelle sonst eine Bauruine wird?

Diese Sorge wäre völlig grundlos ohne S21. Diese falsche Idee ist auch nach 15 Jahren Planung nicht besser geworden. Wir haben schon jetzt einen besseren Bahnhof als den S21-Tunnel-Engpass mit den wenigen Gleisen in zehn Jahren. Wer die Vorplanungen für den Umbau des Kopfbahnhofs gesehen hat, kann es gar nicht erwarten, dass diese Zukunft bald wahr wird, Stück für Stück: Das weit gespannte Solardach über breiten, barrierefreien Bahnsteigen, mehr pünktliche Zugfahrten ins ganze Land als jemals bei S21, ein unverletzter Schlosspark direkt am erhaltenen Südflügel und ein ZOB, der wieder daheim ist, bei seinem Hauptbahnhof. Diese schöne neue Welt ohne S21 kann und wird kommen mit dem Ja zum Ausstieg.

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