Leserbriefe

Schlesierstraße für Einbahnverkehr öffnen

16.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Markus Ochs, NT-Raidwangen. Zum Artikel „Baustelle kostet den letzten Nerv“ vom 8. Oktober. Das wär’s ja fast gewesen. Ein Jahr, ohne dass uns das Tiefbauamt und die Verwaltung mal wieder Zeit stehlen. Doch nein, diesmal gibt es die Krönung des verwaltungstechnischen Unsinns. Stuttgart soll die Stauhauptstadt Deutschlands sein? Hat eigentlich jemand mal in Nürtingen nachgesehen? Nachdem jetzt das neueste Experiment der Stadtverwaltung unter dem Motto „Wie verärgere ich meine Bürger“ läuft, muss ich meinem Unmut freien Lauf lassen. Sitzen im Nürtinger Rathaus eigentlich jene drei berühmten Tiere, die sich Augen, Ohren und Mund zuhalten? Montag, 17.30 Uhr: Stau von Raidwangen Ortsausgang bis Neckarbrücke Neckarhausen. Bei einem Ampelintervall in Neckarhausen von vier bis fünf Fahrzeugen. Mittwoch, 17.50 Uhr: Chaos in der Ortsmitte Frickenhausen. Richtung Nürtingen geht gar nichts mehr, von Tischardt kommend steht der Verkehr bis Ortsende Frickenhausen. Dabei habe ich so gut es geht die Staus der letzten Tage umfahren, bin früher los.

Gibt es jemanden auf dem Rathaus oder im Stadtrat, der rechnen kann? Bei nur den zwei von mir genannten Staus (es gibt sicherlich noch ein paar mehr), die mit der Sperrung der B 313 zusammenhängen, sind bei zwei Kilometern Länge, einer Länge von sieben Metern pro Auto, jeweils 300 Fahrzeuge im Stau gestanden. Ganz zu schweigen von Kindern, die abends nicht mehr vorm Zu-Bett-Gehen ihren Vater sehen, Vereine, die abends ohne Jugendtrainer dastehen, Leute, die gereizt zur Arbeit kommen, einer sehr hohen zusätzlichen Luftverschmutzung und Lärmbelästigung. Hat man sich im Rathaus Gedanken gemacht, ob es überhaupt sinnvoll ist, ein Amt für Stadtmarketing zu betreiben, wenn weder potenzielle Kunden für die Einzelhändler noch Touristen in die Stadt reinkommen? Hiermit appelliere ich an die Vernunft unserer Stadträte (im Speziellen an die Liste NT14, die mit Bürgernähe geworben haben), dem unverantwortlichen Treiben der Stadtverwaltung ein Ende zu bereiten.

Als konstruktive Sofortmaßnahme empfehle ich die Durchfahrt durchs Enzenhardt (als Einbahnstraße) zu erlauben und die Ampelschaltung für den Verkehr von Raidwangen Richtung Neckarhausen bei der Neckarbrücke zu verlängern. Erinnern möchte ich an die Fahrbahnerneuerung der B 10 Höhe Oberesslingen im letzten Jahr. Dort wurde morgens eine zusätzliche Spur in Fahrtrichtung Stuttgart und abends in Fahrtrichtung Göppingen/Wendlingen freigegeben.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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