Leserbriefe

„Schaum vor dem Mund“

06.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans-Ulrich Funkenweh, Neuffen. Zum Leserbrief „Kritik aus dem Roßdorf“ vom 2. Juli. Mit Schaum vor dem Mund versucht Herr Wipper einen mutigen Kommentator in die Schranken zu weisen und als „Lehrling“ zu verunglimpfen. Der Schuss ging aber gründlich nach hinten los!

Das Roßdorf, ein Stadtteil wie jeder andere? Ich kenne in unserer Region keinen Wahlbezirk, in dem die AFD mehr als 38 Prozent erhalten hat – im Roßdorf aber schon! Reiner Zufall? Da gibt es (leider) nichts schönzureden.

Nun macht es keinen Sinn, das schwere Schicksal von russlanddeutschen Aussiedlern und Flüchtlingen aus Kriegsgebieten gegeneinander aufzurechnen. Beide Gruppen sollten unserer Solidarität und Anteilnahme sicher sein. Dennoch hat Herr Klemke seinen Finger in die richtige Wunde gelegt: Warum kommt aus einem Stadtteil, dessen Bewohner für die Fluchtproblematik aus eigenem Erleben mehr als sensibilisiert sein sollten, solcher (teilweise verbrämter) Widerstand?

Mich erinnert dieses Verhalten an Fahrgäste in einer überfüllten U-Bahn: Wer drin ist (in Deutschland) ist froh und schert sich nicht mehr um das Schicksal der auf dem Bahnsteig Übriggebliebenen.

Warum nicht das Beste aus der neuen Situation machen und gemeinsam zu neuen Ufern aufbrechen? Stadt, Kirchen, Landratsamt und Sozialverbände (Awo) lassen doch die Betroffenen nicht allein und gewähren jegliche Unterstützung.

Kleinkariert herumzurechten, ob die Container auf der Nanzwiese nun zwei- oder dreistöckig errichtet würden (die Stadt Nürtingen hat klargestellt, dass es zweistöckig sein wird und nur für eine begrenzte Zeit) ist doch nicht der Kern des Themas. Und weder in der Nürtinger Zeitung noch im Rathaus in Nürtingen werden „Sektkorken knallen“. Was soll das?

Fazit: ich beglückwünsche die NZ zu ihrem meinungsstarken Volontär Matthäus Klemke: Er hat mir aus dem Herzen gesprochen! Er möge sich von einzelnen Leserbriefschreibern nicht einschüchtern lassen und weiter mutig seine Meinung kundtun. Solche Journalisten braucht das Land!

Leserbriefe

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