Leserbriefe

Sagt nichts aus über die Qualifikation

27.09.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Brigitte Rapp, Oberboihingen, Mentorin für Sprachförderung und Mitglied des Leitungskreises im Verband der Sprachhilfearbeitsgemeinschaften „Denkendorfer Modell“. Zum Artikel „Profis lösen Ehrenamtliche ab“ vom 21. September. Die meiner Meinung nach „reißerische“ Überschrift erweckt den Eindruck, dass ehrenamtlich Tätige unqualifizierte Arbeit leisten. Unter „professionell“ verstehen wir zwar meist, dass es sich um eine berufliche und somit bezahlte Tätigkeit handelt, der eine spezielle Ausbildung oder ein Studium vorausging. Der Begriff „ehrenamtlich“ sagt zunächst nur aus, dass die Tätigkeit entweder ohne Entgelt oder aber gegen eine geringe Aufwandsentschädigung ausgeübt wird, aber nichts über die Qualifikation.

Das Denkendorfer Modell der Sprachhilfe wurde ständig weiterentwickelt und den praktischen Erfordernissen inhaltlich und wissenschaftlich angepasst. Diese Feststellung trifft im Übrigen auch Frau Dr. Vassilia Triarchi-Herrmann vom Forschungsinstitut für Sprachtherapie und Rehabilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München (nachzulesen im Vorwort der aktuellen Broschüre „Sprachhilfe nach dem Denkendorfer Modell“.) Sprachförderkräfte, von denen viele eine pädagogische Vorbildung haben, werden von dafür qualifizierten Fachkräften in fachspezifischen Kursen geschult, ständig fortgebildet und vor Ort von Mentoren begleitet. Die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen wird gewünscht.

Im Schreiben des Kultusministeriums, das allen Trägern zuging, ist ausdrücklich festgelegt, dass die bisher tätigen Sprachförderkräfte, welche regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen haben, als Fachkräfte für die Sprachförderung nach neuen Richtlinien anerkannt sind. Das Denkendorfer Modell wird im Trägerschreiben des Kultusministeriums exemplarisch genannt. Die Umsetzung der neuen Verwaltungsvorschriften einschließlich der Personalentscheidungen obliegt dem Träger.

Leserbriefe

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