Leserbriefe

S21 – Geld fehlt und Bau stoppt

27.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Finanzierungsgrenze akut gefährdet“ vom 23. Oktober. Der Artikel „S21-Finanzierungsgrenze akut gefährdet“ schildert wieder die Salamitaktik der Bahn und des inzwischen schon deutlich weniger lächelnden Bahnchefs Volker Kefer im sogenannten Lenkungsausschuss S21: Geld fehlt angeblich nur, weil im Filderdialog ein Bahnhof am Flughafen diskutiert wurde, der wohl 254 Millionen mehr kostet. Wie immer verschweigt Kefer, dass er den im Finanzierungsvertrag versprochenen, schön gezeichneten und 25 Meter tiefen Bahnhof fernab vom Flughafen sowieso nicht bauen darf, weil es dafür nach 15 Jahren falscher Planung immer noch keine Genehmigung gibt. Und für den 254 Millionen-Mehrkosten-Bahnhof, den Bürger binnen drei Tagen im Dialog erdacht haben, gibt es auch nur Entwurfsskizzen.

Kefer verschweigt auch, dass inzwischen das ganze Projekt S21 nur noch ein Scherbenhaufen ist, denn fast sämtliche Abschnitte haben die vorläufigen Genehmigungen verloren und wurden gestoppt, weil überall Änderungen eingereicht wurden, um das laut Bahnchef Grube „bestgeplante Bahnprojekt“ überhaupt noch zu retten.

Der Tiefbahnhof Stuttgart kann nicht gebaut werden, weil das Grundwassermanagement neu beantragt wurde und die 3800 Betonpfähle unter dem Bahnhofstrog auch nicht mehr genehmigt sind. Der Fildertunnel zum Flughafen kann nicht gebaut werden, weil die Genehmigung neu beantragt wurde. Die Bohrmaschine von Herrenknecht ist fertig und eingelagert. Wer die wohl bezahlt hat?

So geht es weiter und es wird immer mehr klar, dass kaum noch Chancen für S21 bestehen. Wichtig ist aber, dass am Kopfbahnhof schnellstens die Reparaturen der Schäden erfolgen, die durch S21 angerichtet wurden, damit wenigstens Bahnverkehr trotz S21 stattfinden kann.

„Nah am Kollaps“ hat Michael Isenberg seinen Kommentar überschrieben. Eine gute Formulierung, denn der Kollaps von S21 ist überfällig und die Wähler in Stuttgart haben deshalb Turner und der CDU/FDP gezeigt, dass jetzt Schluss sein muss.

Der Grünen-Oberbürgermeister Fritz Kuhn wird Schaden vom Volk abwenden müssen, denn dieses falsch geplante Projekt S21 ist niemals durch die Volksabstimmung gedeckt und die uferlose Finanzierung ins Ungewisse hinein erst recht nicht.

Auf der nächsten Lenkungsausschuss-Sitzung im Januar wird Fritz Kuhn seinen Freund und Verkehrsminister Winfried Hermann treffen. Vielleicht gilt dann: Einigkeit macht stark.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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