Leserbriefe

S21-Baustopp am Tunnelbahnhöfle

23.10.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Fundament für Tiefbahnhof kann nicht betoniert werden“ vom 17. Oktober. Endlich ist es so weit: Baustopp für das S21-Tunnelbahnhöfle, weil die Statik von Professor Dr. Werner Sobek fehlt, die eigentlich seit vielen Jahren fertig sein müsste, denn bei S21 handelt es sich schließlich um das „bestgeplante Bauprojekt der Bahn“.

Rüdiger Grube – Bahnchef und Ex-Daimler-Manager – hat das einst lauthals verkündet, als der „Kostendeckel“ noch bei 4,5 Milliarden lag. Seit zwei Jahren sollen es schon sieben Milliarden sein und kein Verantwortlicher will wissen, wo das wohl enden wird. Der Bundesrechnungshof prüft schon ewig, darf aber nichts sagen, und der Ministerpräsident Kretschmann schweigt und meint leichtsinnig: „Dr Käs isch gessa“. Das ist die berühmte kritische Begleitung von Grün-Rot.

Wegen der 50-prozentigen Kostenexplosion ist der alte Finanzierungsvertrag ungültig und einen neuen gibt es nicht – nur eine ungeklärte Sprechklausel. Der Bau ist also illegal. „Wer zahlt eigentlich S21?“, wird deshalb auf den nächsten Montagsdemos bis zur 300sten am 7. Dezember 2015 wieder das große Thema sein.

Konstantin Schwarz hat es auf der Titelseite hervorragend formuliert: Noch in dieser Woche hat der Architekt Ingenhoven – der auch „Schöpfer“ genannt wird – kein Wort von der fehlenden Statik erwähnt, als er viel Eigenlob über sich und weiße Kelche schwafelte, von denen ein „Probier-Achtele“ vorgestellt wurde.

28 dieser Kelche sollen eventuell einmal das Dach stützen, aber frühestens nach sechs Monaten Wartezeit/Baustopp, denn für das Gewicht von je 1000 Tonnen fehlt die Statik von Professor Dr. Sobek, dem engen Freund des Architekten und Lobpreiser des Ex-OB Schuster!

Ein weiterer unglaublicher Skandal und ein weiterer Baustein für das erforderliche Ende von Stuttgart 21, denn dieser „Kelch“ wird sicherlich nicht folgenlos vorübergehen.

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

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