Leserbriefe

S21-Ausstieg spart 5,9 Milliarden

20.02.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Ausstieg lohnt sich“ vom 13. Februar. Der Alptraum „Stuttgart 21“ nähert sich dem Ende: Der Kopfbahnhof kann architektonisch ansprechend mit einem großzügigen Bahnhofsdach und Vorplatz ohne Verkehr saniert werden. Die Schillerstraße wird in die S21-Baugrube verlegt mit Zentralem Omnibus-Bahnhof und Parkplätzen und das ZOB-Provisorium am Flughafen kann entfallen. „Mehr Verkehr auf die Schiene“ wird erreicht mit einer Kopfbahnhof- Kapazität von 72 Zügen – S21 kann nur 32 Züge! Stadt und Land bleibt ein weiterhin jahrelanges Bauchaos für einen irrsinnig teuren, viel zu kleinen und gefährlichen Tunnelbahnhof erspart. Und was kostet das alles? Gar nichts – im Gegenteil: Es werden sogar 5,9 Milliarden Steuergeld gespart! Dieser Traum wird möglich mit dem Ausstieg aus S21!

Ausgehend von einem neuen Gutachten im Dezember 2015 mit voraussichtlichen S21-Gesamtkosten von 9,8 Milliarden hat die Münchener Vieregg-Rössler GmbH am 10. Februar detailliert nachgewiesen, dass der Ausstieg sogar 7,9 Milliarden Kosten vermeiden wird. Aber weil durch S21 schon so viel zerstört wurde, ist es vernünftig, gleich mit der Sanierung und Modernisierung des Kopfbahnhofs zu beginnen. Trotzdem bleiben noch 5,9 Milliarden Ersparnis für den Steuerzahler.

Die Bahn versucht jetzt wieder spontan und hilflos, dieses Gutachten als falsch und unseriös hinzustellen. Aber der renommierte Gutachter Vieregg-Rössler hat auch 2008 schon S21-Kosten von 6,8 Milliarden prognostiziert, die von der Bahn empört zurückgewiesen wurden, denn es „galt“ der Kostendeckel von 4,526 Milliarden, über den das Volk abstimmen durfte und den auch der grüne Ministerpräsident Kretschmann immer noch als „legitimiert“ bezeichnet. 2012 endlich hat die Bahn kleinlaut zugeben müssen, dass der Gutachter recht hatte.

Also stimmt auch 2016: Sofortiger Ausstieg aus S21 spart 5,9 Milliarden und bringt uns endlich die „Bahn für alle“. Bei der Landtagswahl müssen die Tunnelparteien CDU, SPD, Grüne und FDP jetzt Farbe bekennen: S21 bauen oder Milliarden einsparen. Es wird spannend, nachdem jetzt auch die Nürtinger Zeitung berichtet hat, dass „Die Linke“ mit ihrer klaren Haltung gegen S21 schon 5,5 Prozent in den Umfragen erreicht und wohl Bewegung in den Landtag kommt.

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