Leserbriefe

Roßdorf und Integration

05.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rüdiger Haase, Nürtingen. Zum Kommentar „Das wahre Gesicht“ vom 30. Juni. Ich finde, dass dieser Kommentar über die gesamte Länge den Inhalt, den Ablauf dieser Info-Veranstaltung zur Unterbringung von 40 anerkannten Flüchtlingen auf der Nanzwiese im Roßdorf unvollständig und nicht wahrheitsgemäß dargestellt.

Wenn die Hochspannungsleitung so unbedeutend wäre, hätte man sich nicht vonseiten der Stadtverwaltung und der Gemeinderäte für eine auf drei Jahre befristete Containerlösung entschieden.

Matthäus Klemke vermischt die berechtigten Einwände, unter der Hochspannungsleitung zu wohnen, mit diversen Flugblattschreibern, von denen wir uns alle vehement distanzieren. Außerdem werden berechtigte Anfragen von Bürgern zu Sicherheitsfragen als Vorwand, die Flüchtlinge nicht haben zu wollen, verdreht interpretiert.

Wenn Herr Klemke über rassistische Vorurteile Roßdorfer Bürger schreibt, nur weil maximal drei Bürger um die Beantwortung von Sicherheitsfragen bitten, da ja diverse Ausschreitungen von Flüchtlingen bekannt sind, muss ich mich schon sehr wundern.

Herr Klemke sollte sich ernsthaft über den Charakter von Rassismus und der Verbreitung in der gesamten Welt Gedanken machen und die Menschen im Roßdorf außen vor lassen. Wir im Roßdorf haben Integration in den vergangenen Jahren lebensnah unter Beweis gestellt.

Etwas Positives kann der Berichterstatter dieser doch interessanten Veranstaltung nach meinem Empfinden nicht abgewinnen. Ich muss sogar bezweifeln, dass er anwesend war, denn sonst hätte er über die Ausführungen der von unserer evangelischen Pfarrerin Frau Mattausch und von Frau Link ins Leben gerufenen Initiative für die Flüchtlinge etwas berichtet. Das wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen, das Roßdorf und seine Einwohner in einem guten Licht darzustellen, statt die 3900 Einwohner zu brüskieren und einige als Rassisten zu bezeichnen. Welches falsche Gesicht Herr Klemke meint, bleibt hiermit offen.

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