Leserbriefe

Roßdorf: Es bleibt ein schaler Geschmack

21.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Marode Gehwege im Roßdorf“ vom 20. Juli. Meine Bemühungen um den Zustand der öffentlichen Wege im Roßdorf, von Treppen, Begrenzungen, Einfriedungen, Belägen sowie von abgesunkenen Oberflächen (wegen ursprünglich mangelhafter Verdichtung), gingen auf den mittlerweile verstorbenen, hoch geachteten Roßdorfer Mitbürger Rudolf Becker zurück. Von ihm, dem Landschaftsarchitekten, stammt der Anstoß und die fachliche Begleitung einer Dokumentation dieser Mängel, die wir am 2. Oktober 2004 der Stadtverwaltung vorgelegt haben, direkt dem Oberbürgermeister, der damals ein knappes Jahr im Amt war und viele Mitbürger zu neuen Hoffnungen ermutigt hatte. Es gab keine Reaktion.

Während einer OB-Sprechstunde im Gemeinschaftshaus anlässlich des 40-jährigen Bestands des Stadtteils habe ich im Oktober 2007 nachgefragt. Antwort: Davon wisse man nichts, ich solle das Material erneut einschicken. Das habe ich tags darauf getan, auf CD, wiederum ohne Reaktion.

Vor Monaten hat sich nun die Bürgervereinigung des Themas angenommen, zu Recht. Ich habe dem Vorsitzenden dazu mein Material überlassen, an dessen Aktualität sich im Laufe der Jahre wenig verändert hat. Die BVR hat sich den Stadtteil angeguckt, gemeinsam mit dem Technischen Rathaus, und plötzlich sind auch die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD auf der Matte. Soll mir recht sein. Dennoch bleibt ein schaler Geschmack. Was Becker und ich vor Jahren vorgelegt haben, hat bis heute weder die Stadtverwaltung noch den Gemeinderat und leider auch nicht das Roßdorf interessiert. Offenbar kommt es immer drauf an, welche wichtigen Leute wann etwas in die Hand nehmen. Ich schreibe dies auch im Gedenken an Rudolf Becker, der sich bis kurz vor seinem Tod bitter enttäuscht gezeigt hat über das offenkundige Desinteresse der Nürtinger Verwaltungsspitze an unserem Stadtteil. Früher, so sagte mir Becker wehmütig, früher ging der Bürgermeister Möhrle jeden Sonntag hier spazieren und hat sich „seinen“ Stadtteil angeguckt und mit den neuen Bürgern gesprochen.

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe