Leserbriefe

Risiko für Stadt darf nicht grenzenlos sein

11.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Matthias Hiller, Stadtrat Nürtingen. Zum Leserbrief „Melchior-Areal: Jeder wurstelt vor sich hin“ vom 4. Januar. Zusammen mit Thaddäus Kunzmann möchten wir den interessanten Leserbrief von Michael Maile zum Kunst- und Kulturzentrum nutzen, um angesichts der kommenden Sitzung am 21. Januar nach vorne zu blicken.

Klar ist: Nürtingen kann sich zehn Millionen Euro für den Bau eines Kunst- und Kulturzentrums sowie die daraus resultierenden Folgekosten von jährlich fast einer halben Million Euro nicht leisten. Weder heute noch in Zukunft. Wir halten unsere Kritik an den bisherigen Berechnungen aufrecht. Es ist auch kein Skandal, dabei die Bürgermeisterin zu kritisieren. Vielmehr wäre es ein Skandal, würde der Gemeinderat seiner Kontrollfunktion nicht nachkommen.

Also ist es richtig, dass wir uns neu darüber Gedanken machen, wie das Melchiorareal für die Nürtinger geöffnet werden kann. Gleichzeitig gilt es, die Hochschule für Kunsttherapie (HKT) – und dies ist ja die eigentlich große Kunsthochschule – in Nürtingen zu sichern.

Deshalb möchten wir nochmals an unseren Antrag vom August 2013 erinnern, die HKT an den beiden Neckarseiten – Melchiorareal und Salemer Hof – anzusiedeln. Damit wäre der Standort für die Kunst und Kultur gesichert und man würde ein verbindendes Element zwischen beiden Neckarseiten schaffen.

Gleichzeitig sollte sich das Gelände, das durch die Fischtreppe richtig attraktiv geworden ist, für die Gastronomie öffnen. Und zwar nicht mit einem Künstlercafé mit begrenzter Attraktivität und Nutzerkreis, sondern mit einer Gaststätte mit großem Biergarten, in dem sich alle Nürtinger wohl fühlen können. Dies würde die Sanierung der Bestandsgebäude erfordern. Das Risiko für die Stadt wäre aber nicht grenzenlos.

Unsere Gedanken sind nicht absolut oder abschließend. Sie sollen vielmehr einen Weg aus der Sackgasse weisen, in der wir uns seit zwei Jahren befinden. Wir und mit uns die CDU-Gemeinderäte sind jedenfalls bereit, gemeinsam mit allen Gemeinderäten über gute und finanzierbare Vorschläge zu beraten.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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