Leserbriefe

Richtfest auf der Nanzwiese?

24.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reinmar Wipper, Nürtingen. Vor einem halben Jahr sind auf der Nanzwiese im Roßdorf die ersten Bodenproben genommen worden. In über fünf Arbeitsphasen mit tagelangen Pausen dazwischen haben es die slowakischen Anlieferer nun endlich geschafft, zehn Container aufzustellen und zu möblieren.

Angeschlossen an Strom, Wasser und Abwasser sind sie noch nicht. Laut Mitteilung der Stadtverwaltung weiß man auch noch nicht, wer, wann und wie viele Menschen einziehen sollen.

Gleichwohl tagt seit letzten Sommer ein Arbeitskreis, der sich um Integration der zukünftigen Mitbürger kümmern will. Schließlich ist die Integration Aufgabe der Bürgerschaft, nicht der Stadt, wie der OB Heirich vor einem Jahr schon den Vertretern der Roßdorfer Einrichtungen deutlich ins Stammbuch geschrieben hat. Die Stadt stelle eben die Wohnungen.

An die 50 Geflüchtete (etwa zwölf Familien, Genaueres wird offiziell nicht mitgeteilt) sind im Roßdorf bereits zu Hause, in privaten Mietwohnungen. Menschen, die aber keine Mietwohnung finden, werden der städtischen Anschlussunterbringung zugeführt.

Die Umwidmung der Nanzwiese ist meines Wissens das erste neu erstellte Projekt dieser Art. Deswegen wäre es ein schönes Zeichen der Stadtverwaltung, wenn demnächst auf der Wiese zu einem Richtfest eingeladen würde. Zwar begrüßen nicht alle Roßdorfer den Containerblock an dieser Stelle. Sie hätten einen anderen Platz im Stadtteil bevorzugt. Dennoch nehmen viele Roßdorfer die Aufgabe an, Begrüßung, Betreuung und nachbarschaftlicher Begegnung mitzugestalten. Darin sind die Roßdorfer seit rund 40 Jahren geübt.

Ein Joint Venture zwischen Verwaltung und Bürgerschaft könnte also durch ein gemeinsames Richtfest bekräftigt werden. Das Wetter spielt mit, Leberkäswecken, Fassbier beziehungsweise Göckelesschlegel und Sinalco sind problemlos aufzutreiben und Reden zügig geschrieben. Und dann kriegten die Roßdorfer nach einem Dreivierteljahr endlich mal wieder die Verwaltungsspitze zu Gesicht.

Leserbriefe

Die Ablehnung wundert mich nicht

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Jamaika-Aus bringt Merkel in Not“ vom 21. November. Ein Argument vermisse ich im Zusammenhang mit den Diskussionen über die gescheiterte Jamaika-Koalition: Wer war denn die Erste, die Koalitionen ausgeschlossen hat? Angela Merkel. Sie erklärte…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe