Leserbriefe

Rhetorischer Trick

07.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Nauendorf, Nürtingen. Zum Leserbrief „Dr. Staffa und Nürtingen“ vom 3. Juli. Es ist ein gängiger rhetorischer Trick, die Argumente seines Kontrahenten so lange herumzudrehen, bis man sie besser zu fassen kriegt. Ich habe eben nicht argumentiert, Peter Härtlings Schwägerin sei ja auch bei den „Freien“ gewesen, und deshalb . . .  Die von mir sehr geschätzte Frau Dr. Ningel kann man in keiner Weise für ihre „Gesinnung“ verächtlich machen. Ich saß mit ihr vier Jahre lang im Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderates. Ich habe sie als stets kompetente und absolut integere Stadträtin erlebt. Gerade deshalb habe ich sie als Beispiel genannt. Im Übrigen muss man mir nicht erklären, dass niemand für die „Gesinnung“ seiner Verwandten verantwortlich gemacht werden kann. Da ich die ersten 20 Jahre meines Lebens in den beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts verbracht habe, sind mir Begriffe wie „Gesinnung“ ohnehin verdächtig. Ich habe argumentiert, Dr. Staffa habe im Gemeinderat nie rechtslastige Äußerungen getan, dies hätte er bei seiner Fraktion auch nicht gekonnt. Ich habe hier das Beispiel seiner Schwägerin genannt. Ich könnte andere Namen von ehemaligen oder auch von inzwischen verstorbenen Stadträten nennen, die das nicht zugelassen hätten. Dies werde ich mir versagen. Ich kenne die Beteiligten von den 70er-Jahren an aus der Nähe, das macht die Beurteilung einfacher und schwieriger zugleich. Gerade als jemand, der sich stets mit Dr. Staffa zu seinen aktiven Zeiten äußerst kritisch auseinandergesetzt hat, ist die „Wahrheit“ von Manuel Werner nicht meine ganze „Wahrheit“. Die ist meine letzte öffentliche Äußerung zu diesem Thema.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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