Leserbriefe

Reumütige Spendendiebe

18.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gustav Breitling, Schlaitdorf. Zum Leserbrief „Spenden an Bäumen wurden gestohlen“ vom 15. Januar. Es kam, wie es kommen sollte, oder besser ausgedrückt, das Warten hat sich gelohnt. Über einen Leserbrief hatte ich im Januar berichtet, dass in Schlaitdorf der Posaunenchor die ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt hatte und andere Personen einen Teil der an den Bäumen befestigten Spenden. Durch meinen Leserbrief sollte nicht nur die Öffentlichkeit informiert werden, sondern auch den Spendendieben die Möglichkeit und Chance eingeräumt werden, sich zu besinnen und die Straftat einzugestehen.

Noch rechtzeitig vor dem Beginn weiterer Schritte hatten sich nun kürzlich vier jugendliche Täter persönlich gemeldet. In Absprache und im Beisein der Eltern wurde in vertraulichen Einzelgesprächen die unangenehme Angelegenheit mit dem Ziel besprochen, eine sachliche, aber ernste Lektion in Bezug auf Gruppenzwang, Mutprobe, Unrechtsbewusstsein und Ehrlichkeit zu erteilen.

Abschließend kann und darf nun festgestellt werden, dass es sich gelohnt hat, die ärgerlichen Erfahrungen auf diese Weise zu bereinigen. Den Jugendlichen waren die Umstände äußerst peinlich, sie waren einsichtig, offen, reumütig und werden sich mit Sicherheit nichts mehr zuschulden kommen lassen. Einmal mehr zeigte sich, dass Unrecht auf Dauer nicht bestehen kann. Das eigene Gewissen oder ein umsichtiges Umfeld tragen zum Glück dazu bei, dass auch eine kleinere Tat nicht ohne Folgen bleibt. Schnell wird aus einem dummen und unnötigen Jugendstreich ein aktenkundiger Vorgang. Deshalb soll dieser Leserbrief als Warnung an alle Personen gerichtet sein, welche aus unterschiedlichen Beweggründen den oft zu verlockenden Versuchungen nicht widerstehen können und dadurch eine Straftat begehen. Dann verhalten sich Lügen wie Schneebälle. Je länger man sie rollt, desto größer werden sie.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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