Leserbriefe

Religionsfreiheit und Massentierquälerei

05.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Kretschmann: Der Islam gehört zu Baden-Württemberg“ vom 28. Januar. Merkel und Kretschmann haben recht. Logischerweise gehört der Islam zu Deutschland und besonders zu Baden-Württemberg. Jegliche Verneinung dieser Tatsache kann nur dummer Populismus sein oder unchristlicher Überheblichkeit entspringen. Der Mensch identifiziert sich mit seiner Religion. Wie könnte man ihn ausgerechnet davon trennen? Und nicht nur der Islam gehört zu Deutschland, sondern jede Religion. Anders ist Religionsfreiheit nicht zu verstehen. Echte Christen haben damit keine Probleme. Aber wie man sieht, sind die dünn gesät. Denn die Mehrheit im Land steht dem Islam ablehnend gegenüber, weil sie sowohl „ihre“ Religion (ihre Domäne) bedroht fühlt als auch angesichts der Gewalt von Islamisten aufschreckt.

Es gibt aber keinen Grund zur Überheblichkeit. Auch das Christentum hat keine so christliche Vergangenheit mit Kriegen im Namen der Religion, Inquisition und Sklaverei. Auch heute noch verstehen nur sehr wenige die christliche Lehre in ihrer Tiefe. Die wenigen werden bekämpft und so weit wie möglich unschädlich gemacht. Anstelle wahrem Christentum wird eher dessen zweidimensionale spiegelnde Oberfläche, welche die eigenen Wunschvorstellungen reflektiert, als wahr genommen.

Eine Gesellschaft, die jeden Tag millionenfache Massentierquälerei duldet, fördert und nutzt und die Umwelt massiv schädigt aus maßloser Gier, hat nicht die Qualität von Bewusstsein, von Spiritualität, um Christus im Geist nahe zu sein. Ihm nahe waren Christen wie zum Beispiel Meister Eckhart, Franz von Assisi und „Nichtchristen“ wie zum Beispiel Gandhi, Suzuki, Krishnamurti und andere Weisen. Echtes Christentum, echte Spiritualität kennt keine religiöse Ab- und Ausgrenzung, wie sie leider bei Religionsgruppen (gleich Sekten) üblich ist. Eine Pluralität der Religionen in unserer Gesellschaft ist wünschenswert. Sie gehört zum Nährboden der geistigen Evolution. Tiefgreifende Reformen sind sowohl im Islam notwendig als auch in der offiziellen christlichen Lehre. Und sie werden kommen. Und die Religionen werden näher zusammenrücken. Auf der Suche nach Wahrheit treffen sie sich irgendwann.

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