Leserbriefe

Reisende und die Johanneskirche

14.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ellen Schneider, Wendlingen. Kürzlich saß ich in der Wendlinger Stadtmitte am Marktplatz alleine an einem Tisch und genoss die herbstliche Sonne. Neben mir setzten sich Durchreisende aus Niedersachsen und Hessen nieder, die wegen einem Stau auf der Autobahn und Warten auf einen Bahnanschluss eine sonnige Einkehr suchten. Sie fragten danach, ob es noch andere Plätze gäbe. Ich gab ihnen zu verstehen, dass sie den schönsten Platz in der Stadtmitte gefunden hätten. Sie äußerten Interesse an der Kirche, die ihrer Meinung nach auf dem Platz einen angenehmen Akzent setzt und würdigten die besondere Architektur und das Gestein der Fassade. Sie würden sie gerne besuchen und fragten, ob evangelisch oder katholisch. Ich musste sie leider enttäuschen – die Kirche sei evangelisch und verschlossen. Nein, es gäbe keine Entwicklung hin zu einer „Offenen Kirche“ wie anderenorts. Der Abriss sei beschlossen worden und ein Neubau mit anderem Inhalt in Planung.

Sie stellten Fragen und zeigten Interesse, etwas über die Stadt und diesen Platz zu erfahren. Sie bemerkten die Besonderheit der Kirchenbauten der Nachkriegszeit und dass an vielen Orten diese unter Denkmalschutz gestellt würden und die Stiftung Denkmalschutz hier unterstützend wirke. Wie ich hörte, ist Wendlingen bekannt durch Staus vor dem Albaufstieg und den Amoklauf. Sie würden gerne in der kurzen Zeit, die sie hier rasteten, die Kirche im Zentrum besuchen – die Kirche, die sich wie ein Zelt ausspannt und den Ziehenden Schutz bieten will. Ich wünschte ihnen eine gute Weiterreise und sie wünschten der Kirche, welche die Stadtmitte ihrer Meinung nach auf besondere Art bereichert, weiterhin Bestand und wollten gerne noch durch die südliche Glaswand einen Blick hineinwerfen.

Leserbriefe

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