Leserbriefe

Raumnot in der Schule nimmt zu

26.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bert Hauser, Altenriet. Zum Artikel „Raumnot an der Grundschule“ vom 17. April. Gewiss, es ist Wahlkampfzeit. Dies ändert aber nichts an Fakten und nichts an der Pflicht eines Journalisten, distanziert und sachlich zu berichten. Ein Sachartikel darf auch in Wahlkampfzeiten nicht mit eingestreuten einseitigen Kommentaren entwertet werden. Im Bericht über die jüngste Gemeinderatssitzung in Altenriet heißt es, die „Altenrieter Liste“ habe nur ein „Wahlkampfthema von 2009 aus der Schublade“ geholt. Das ist ein klarer Verstoß gegen das Gebot der Neutralität und gegen journalistische Sorgfaltspflicht.

Denn Fakt ist, dass die Raumnot an der Altenrieter Schule seit Jahren besteht und durch die wachsende Kernzeitbetreuung weiter zugenommen hat. Fakt ist, dass dieses Thema wegen des Rathausneubaus seit fünf Jahren verschoben wird. Fakt ist, dass es keinen Aufschub mehr verträgt. Fakt ist auch, dass die andere große Fraktion im Gemeinderat „Mitdenken – Mitgestalten“ jetzt den aussichtslosen Versuch gestartet hat, mit einer Neuverteilung von Schulräumen die Kernzeitbetreuung zu verbessern, ohne darauf zu achten, ob dies zulasten des Regelunterrichts gehen würde.

Es ist ferner ein Faktum, dass eine Vertreterin des Schulamtes Nürtingen schon vor fünf Jahren erklärt hat, die Altenrieter Schule sei wegen des Fehlens eines Bewegungsraumes „nicht empfehlenswert“. Wenn die „Altenrieter Liste“ nun die Gemeindeverwaltung auffordert, alte, von der Gemeinde in Auftrag gegebene Pläne zum Bau dieses Raumes endlich wieder auf die Tagesordnung zu setzen, dann ist dies kein Griff in eine alte Schublade, sondern eine notwendige Aufforderung, das Thema nicht länger zu verdrängen.

Immerhin haben sich ja auch die Finanzen der Gemeinde wieder etwas erholt. Wenn sich deshalb ein Herr Dr. Geigle nun „in die Ecke gedrängt fühlt“ und von einem „Hopplahopp-Vorgehen“ redet, hat er nichts dazugelernt. Er hat in der Sitzung nur Nebelkerzen entzündet. Man kann nur hoffen, dass Dr. Geigle im Stillen nicht ebenso denkt wie manche seiner Kollegen, die schon wiederholt angedeutet haben, das Problem werde sich mangels Schülern wohl von selbst erledigen und die Schule dann den (Höll-)Bach hinuntergehen.

Im Interesse der Gemeinde und im Interesse junger Familien, die gerne in das schöne Altenriet ziehen werden, wenn es dort eine auch räumlich attraktive Grundschule gibt, darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass der Bürgermeister und die Fraktion „Mitdenken – Mitgestalten“ ihre jetzt abermals verweigerte Zustimmung zum Start eines Erweiterungsbaus schon bald korrigieren werden. Eine Zustimmung zu unserem Vorschlag könnte der Gemeinde Altenriet nur guttun.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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