Leserbriefe

Radfahrer leben in Nürtingen gefährlich

12.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Frickenhausen. Es ist schon interessant: Von fünf Polizeiberichten in der Ausgabe vom 6. Oktober handeln vier von Unfällen mit Zweiradfahrern kontra Autofahrer. Bei drei Radfahrerunfällen ist dabei jedes Mal ein „Radweg“ mit im Spiel gepaart mit unachtsamen oder gar rücksichtslosen Autofahrern. Zu diesem Thema stelle ich fest, dass sich zwar in Sachen „Radwege“ in Nürtingen einiges getan hat, es aber nach wie vor viel zu viele rechtswidrig angelegte Radwege mit ausgewiesener Benutzungspflicht gibt, obwohl die Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind und die Unfallrisiken nachweislich – und vielleicht nun auch aufgrund der Polizeiberichte für weniger Aufgeklärte nachvollziehbar – erheblich höher sind, als wenn die Radfahrer auf der Fahrbahn fahren.

Sichtbeziehung ist das Wichtigste im Fahrzeugverkehr, und Fahrräder sind Fahrzeuge, die nach Paragraf 2 Straßenverkehrsordnung (StVO) grundsätzlich auf die Fahrbahn gehören. Die Rümelinstraße erfüllt die Voraussetzungen für eine Benutzungspflicht nicht. Auf der Ringstraße in Filderstadt-Bonlanden braucht keiner einen Radweg (aber offenbar Parkplätze). Kinder bis zehn Jahre dürfen ohnehin auf dem Gehweg fahren (ratsam ist auch das nicht immer). Ich hoffe einerseits, dass sich Bürgermeister und Gemeinderäte mehr um die Sicherheit der Radfahrer kümmern, andererseits bitte ich aber auch alle Autofahrer, mit allem zu rechnen und lieber zweimal zu schauen.

Dazu fällt mir ein noch recht neuer Spruch ein: Ein Autofahrer ist für alle, die nicht im Auto sitzen, gefährlicher als ein Radfahrer für alle, die nicht auf dem Rad sitzen. Vielleicht sollten die Autofahrer mal aufs Rad umsteigen?

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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