Leserbriefe

Quo vadis, Nürtingen?

01.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Peter Stumpp, Nürtingen. Der erste Runde Tisch zum Wörth-Areal fand am 15. April statt. Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen, zwei Zufallsbürger, drei Vertreter der Stadtverwaltung sowie zwei Vertreter des Forums Wörth nahmen teil. Man hat sich beschnuppert, Wünsche und Vorstellungen ausgetauscht, Informationsdefizite festgestellt und Arbeitspakete für den zweiten Runden Tisch festgelegt. Die zahlreichen Bedenken der Nürtinger, die in Form von circa 450 (!) Einsprüchen Ende 2010 bei der Stadt eingingen, waren noch nicht detailliert ausgewertet und diskutiert worden. Nun haben Bürger die Möglichkeit, Wünsche und Skizzen für die Planung des Wörth-Areals einzubringen. Was wird also der Knackpunkt des zweiten Runden Tisches sein? Alternative Konzepte müssen nun endlich auf den Tisch, ernsthaft und unvoreingenommen diskutiert und evaluiert werden.

Es könnte ein interessantes Projekt für Nürtingen werden – im Sinne von wirklicher Demokratie vor Ort, wahrer Bürgerbeteiligung und letztendlich durch die Erarbeitung eines deutlich besseren Konzeptes für das Wörth-Areal. Bessere Konzepte braucht Nürtingen allemal: Auf Basis der dem Runden Tisch zur Verfügung stehenden Informationen gibt es viele Fragezeichen zu den geplanten Betonburgen, die unseren Neckarzugang zupflastern und die Stadt am Fluss für die nächsten 50 Jahre zunichtemacht. Auch nach jüngsten Erkenntnissen mit der Teufelsbrücke gilt es nun ganz besonders genau hinzuschauen, ob der vom Gemeinderat legitimierte Runde Tisch eine wirklich ernst genommene Institution ist. Oder ob er sich als eine publikumswirksame Pseudoveranstaltung entpuppt, für deren Resultate de facto kein Interesse besteht, da die Ergebnisse ohnehin seit langem feststehen!

Es sind deshalb alle Nürtinger aufgerufen, am 1. Juni zwischen 17 und 21.30 Uhr dabei zu sein – auch wenn nur vielleicht eine Stunde Anwesenheit machbar ist. In Gesprächen mit Bürgern erkenne ich deutlichen Frust: die geplante Wörthbebauung, autofreies Tiefenbachtal ursprünglich in Frage gestellt, Kunstakademie, „nichts los“ in der Innenstadt! Und parallel dazu rüstet Kirchheim mit dem Otto-Ficker-Areal weiter auf. Quo vadis, Nürtingen? Endlich bald in bessere Zeiten?

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