Leserbriefe

Protestler sollten sich in Parteien organisieren

08.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Hartmann, Nürtingen. Zum Artikel „Landespolitik vor Ort umsetzen“ vom 3. Juni. Im Bericht von der Jahres-Kreiskonferenz der SPD im Kreis Esslingen werde ich zitiert, dass ich dagegen sei, Nichtmitglieder „einzubinden“. Da dies eine wenig zu verstehende Verkürzung der augenblicklichen Diskussion in der SPD ist, möchte ich dazu Folgendes ausführen. Die großen Organisationen, Gewerkschaften, Kirchen und Parteien verlieren Mitglieder. Gleichzeitig haben Organisationen, die gegen etwas sind, Zulauf. Es ist deshalb selbstverständlich, dass auch in der SPD darüber nachgedacht wird, wie man Sympathisanten öfters und konkreter an die Partei heranführen kann.

Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Ich halte es aber für höchst problematisch, wenn Nichtmitglieder die gleichen Wahlrechte bekommen sollen wie Mitglieder. Parteien haben bei der politischen Willensbildung auch aufgrund unserer Verfassung eine wichtige Funktion. Demokratie ist oft eine schwierige Sache; demonstrativ gegen etwas sein ist oft leichter, als eine demokratische Mehrheit zu erzielen und zu akzeptieren. Ich würde mir wünschen, dass die zunehmende Zahl von Protestlern (Nichtmitgliedern) sich in den Parteien organisiert und nach demokratischen Spielregeln Mehrheiten versucht zu erreichen. Da wir jetzt als SPD in Baden-Württemberg mit an der Regierung sind, haben wir jetzt auch die Chance, „Politik zu machen“, und dafür sind uns neue Mitglieder herzlich willkommen.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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