Leserbriefe

Problem nicht herausgearbeitet

01.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Henry Papenbrock, Oberboihingen. Zum Artikel „Eltern kämpfen für ihre Kinder“ vom 27. November. Der Artikel vermittelt dem Unbeteiligten den Eindruck, dass hier 26 Schüler mit aller Macht versuchen, ein einzelnes Kind aus dem Klassenverband zu verdrängen.

Dies kann ich als Vater eines beteiligten Kindes so nicht stehen lassen. Dieser Eindruck verdreht nicht nur die in diesem Klassenverband ablaufenden Ereignisse, sondern zeigt nur einen Aspekt der Geschehnisse.

Wo bleiben die Tatsachen im Bericht, die die Eltern von 26 Schülern nach einer Dauer von eineinhalb Jahren, in denen man versuchte, sich gegenseitig zu akzeptieren und das Kind einzubinden, zu einer solchen Aktion nötigten? Sicherlich muss man den Schwächsten schützen und fördern, aber es kann nicht sein, dass vor lauter Rücksicht 26 andere Kinder auf der Strecke bleiben.

Wieso fangen Kinder grundlos an zu weinen, kauen plötzlich an den Nägeln, können nicht mehr richtig schlafen und haben Angst, in die Schule zu gehen, davor, in der Schule grundlos attackiert zu werden, immer beobachtet zu werden vom Lehrkörper sowie von einem erwachsenen Inklusionshelfer?

Wie soll ein Kind in einem solchen Klima in den Pausen abschalten können? Dass diese Aktion der letzte verzweifelte Hilfeschrei von Eltern ist, die sich Sorgen um ihre Kinder machen, das psychische Wohlbefinden und auch das Recht auf Schutz und freie Entfaltung ihrer Kinder, kommt in diesem Artikel leider nur sehr schwach zur Geltung.

Ebenso wird das enorme Engagement der Lehrer und der Schulleitung, trotzdem einen geregelten und guten engagierten Unterricht für alle auf die Beine zu stellen, mit der Verklausulierung „Uwes Eltern bemängeln ihrerseits, dass sie mit der Schule bislang nie über ein für ihren Sohn angemessenes pädagogisches Konzept hätten sprechen können“ in einem völlig falschen Licht beleuchtet.

Auch der Hinweis, dass das Regierungspräsidium Stuttgart Wind davon bekommen hat, vermittelt den Eindruck, dass bis zur letzten Woche bei den Herren im Regierungspräsidium dieser Fall nicht bekannt war.

Wenn davor schon ein reger Schriftverkehr und Konsultationen stattgefunden haben, bedarf es keiner solchen Aktion, um hier Wind zu erzeugen und im Regierungspräsidium Staub aufzuwirbeln.

Man sollte hier exakt aufpassen, um das Bild einer gerechten Berichterstattung der tatsächlichen Geschehnisse nicht zu verwässern und eventuell sogar aus Opfern Täter zu machen.

Leserbriefe

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