Leserbriefe

Petitionen und deren Bearbeitung

26.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Lohse, Nürtingen. Zum Artikel „Auch alle Wörth-Petitionen gescheitert“ vom 22. November. Die Petition zum Wörth wurde unter anderem als Beschwerde eingereicht, verbunden mit der Bitte, einem individuell erfahrenen Unrecht Abhilfe zu schaffen. Formal zwar zulässig, aber als eine unverhältnismäßig empfundene Behördenentscheidung. Um diesen Punkt ging und geht es in der Auseinandersetzung zum Wörth. Damals wurden einige Punkte, die das Formale betrafen, eingebracht und nachgebessert. Der wichtigste Punkt jedoch, die Bewertung der Lebensqualität für die Nürtinger Bürger an ihrem Neckar wurde ausgeklammert und ist auch weiterhin aus Sicht der Bürger nicht zufriedenstellend gelöst. Da hilft es auch nicht, wenn man um jeden Preis an der Bebauung festhält und unverhältnismäßig viel Geld (geschätzt auf 1,8 Millionen, das wir so nicht haben) in die Grünanlagen drum herum steckt.

Besonders betroffen macht mich der Umgang mit der Reaktion auf diesen Bescheid. So spricht die Verwaltung von einem Sieg – als ob man im Kriegszustand mit einem Teil der Bürgerschaft steht, und die Nürtinger Zeitung tut das ihrige dazu, indem sie als Überschrift mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen reißerischen Zitat aus einem Telefoninterview aufmacht. Dies kann nicht im Interesse der Bürgerschaft sein und, davon gehe ich aus, auch nicht in dem der Gemeinderäte. Recht zu bekommen heißt noch lange nicht, dass dies auch die richtige Entscheidung für die Weiterentwicklung und Zukunft der Bürgerschaft dieser Stadt ist. Die Anklage, dass sich über 3000 Bürgerinnen und Bürger aufgemacht und mit ihrer Unterschrift dokumentiert haben, dass sie diese Art des Umgangs und der Bebauung nicht wünschen, bleibt so weiterhin dauerhaft im Raum stehen.

Die Abwägung, für circa 100 Personen Wohnraum an dieser sensiblen Stelle zu schaffen (vordere Reihe), steht dem Ansinnen von 3000 Bürgern und mehr gegenüber. Es sollte doch auch zu denken geben und wahrgenommen werden, dass die vier NT14-Gemeinderäte nicht in den Gemeinderat gewählt wurden, um dort Stunk zu machen. Sie wurden vielmehr gewählt, weil dieser nicht unerhebliche Stimmenanteil von mehr als 40 000 Stimmen sich eine andere Art des Umgangs mit der Bürgerschaft und mit der Weiterentwicklung der Stadt wünscht. Ein bisschen mehr „Weitermachen wie gehabt“ ist nicht Fortschritt und kann für eine zukunftsfähige und tragfähige Stadt nicht ausreichen.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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