Leserbriefe

Parken mit Baby ist ein Problem

19.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Diana Bauer, Neckartailfingen. Seitdem wir unseren Nachwuchs haben, fällt mir immer wieder auf, wie kinderunfreundlich die Stadt Nürtingen ist. Angefangen von den sehr guten Parksituationen in Nürtingen, bei denen ich Familienparkplätze vermisse. Man findet einen Parkplatz, und wenn man vom Einkaufen zurückkommt, kann man den Maxi Cosi nicht mehr ins Auto tun, weil man zu eng eingeparkt wurde. Also muss man das Baby auf dem Gehweg oder sonstwo alleine hinstellen, aus dem Parkplatz fahren und auf der Straße halten oder im Parkhaus und schnell den Maxi Cosi mit Nachwuchs einladen.

Dieses Problem ist mir allerdings schon früher aufgefallen: hochschwanger wurde ich eingeparkt und wusste nicht recht, wie ich überhaupt ins Auto komme. Also über die Beifahrerseite rübergerutscht zur Fahrerseite, damit das andere Auto nicht beschädigt wird. Hat man also geparkt und geht in die Stadt mit dem Kinderwagen, fangen die weiteren Hürden an. Wie komme ich bei bestimmten Läden vom Erdgeschoss ins Untergeschoss, ohne die lebensgefährliche Außentreppe zu benutzen, die zwar für Kinderwagen geeignet ist, aber so steil, dass der Nachwuchs rausrutscht? Oder wie komme ich überhaupt in einen Laden rein mit Treppenaufgängen? Dann ist man auf einmal nach der Suche nach einer öffentlichen Toilette, in der man seinen Nachwuchs wickeln kann und man stellt fest, dass das fast unmöglich ist. Was dann zur Folge hat, dass man den Nachwuchs im Kinderwagen oder total gestresst im Kofferraum des Autos wickelt.

Nachdem man dann doch total gestresst ist und sich vielleicht doch eher entschieden hat, nicht mehr die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort zu nutzen, sondern dann doch eher Online-Bestellungen vorzunehmen, denkt man, dass man doch im Hallenbad willkommen ist. Nachdem wir dann gute zehn Minuten vor den wenigen Familienumkleiden gewartet haben und dem Nachwuchs schon sehr warm war, geht die Tür auf und es kommt mir eine ältere Frau entgegen, die weder Nachwuchs hat noch behindert ist.

Mein erster Gedanke war: „Na ja, das ist ja eine Ausnahme.“ Doch auch beim Umziehen, beim Gehen, wieder dasselbe Erlebnis: eine ältere Frau öffnet die Schiebetür und kommt mir entgegen, nachdem wir wieder fünf Minuten gewartet haben. Ich frage mich: Warum werden Familien- und Behindertenkabinen von Menschen genutzt, die gar nicht diese Kabine benötigen?

Leserbriefe

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