Leserbriefe

Panikmache der Atomlobby

26.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Luplow, Deizisau. Angesichts der hohen Energiekosten, versuchen derzeit die Atomlobbyisten und deren wohlgesonnenen Politiker uns den Ausstieg aus dem Atom-Ausstieg schmackhaft zu machen. In Deutschland sind noch 17 Atomkraftwerke am Netz und bescheren den Betreibern pro Jahr und Reaktor im Schnitt 300 Millionen Euro Reingewinn. Auf der anderen Seite haben die deutschen Steuerzahler bisher mindestens 67 Milliarden Euro an Subventionen in die Atomenergie gesteckt. Die Verlängerung der Laufzeiten wäre für das Energiekartell eine Lizenz zum Gelddrucken. Nicht erst seit Tschernobyl ist uns allen bewusst wie gefährlich Atomkraftwerke sind.

Der Rückbau des Forschungsprojektes der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe (WAK) wird den Steuerzahler, nach Schätzungen 2,2 Milliarden Euro kosten, wobei sich die Energieversorgungsunternehmen ihren Anteil auf 511 Millionen Euro haben Deckeln lassen. Die Entsorgung von Strahlenmüll, die Möglichkeit von Terroranschlägen trotz Nebelkerzen und die absehbare Verfügbarkeit von Uran, um nur einige Beispiele zu nennen, sind wichtige Argumente für den Atomausstieg. Gefragt sind dezentrale, schnell regelbare Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Koppelung, die den wachsenden Anteil von Strom aus Wind, Sonne und Bioenergie ergänzen. Um dies zu verwirklichen und umzusetzen ist es notwendig, sich aus den Zwängen der Energie-Mafia zu befreien und das Kartell der Energiekonzerne, die mit Hilfe von SPD und den Grünen erst entstanden sind, zu zerschlagen. Die anstehenden Wahlen im nächsten Jahr, bieten auf den verschiedensten Ebenen die Möglichkeit die Rekommunalisierung aller Bereiche der Energieversorgung einzufordern. Wir dürfen es nicht weiter zulassen, dass uns Spekulanten, Lobbyisten, Politiker, die auf den Gehaltslisten der Energiekonzerne stehen, weiterhin für dumm verkaufen und die Zukunft nachfolgender Generationen leichtfertig aufs Spiel setzen. Wir stehen in ihrer Verantwortung und sind es ihnen schuldig.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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