Leserbriefe

Nur von Kosten ist die Rede

06.11.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Matt, Wendlingen. Am 25. Oktober 2015 veranstaltete der Akkordeon-Club Wendlingen in der abrissbedrohten Johanneskirche in Unterboihingen das Jahreskonzert, das allen Besuchern in bester Erinnerung bleiben wird. Unter dem Motto „Konzert bei Kerzenschein“ boten die Künstler unter der Leitung ihrer Dirigentin einen Musikgenuss, der alle Zuhörer lauschend verstummen und nach den einzelnen Darbietungen in rauschenden Beifall ausbrechen ließ. Beim Spiel der mitwirkenden Gäste mit Querflöte und Gitarre hätte man eine Stecknadel zu Boden fallen hören können.

Es ist nicht vorstellbar, dass dies die letzte Veranstaltung in der Johanneskirche war, ehe sie dem Götzen des Geldes geopfert werden wird! Wenn dieser Fall jedoch eintreten sollte, sind wir zu großem Dank verpflichtet, dass der Akkordeon-Club sich mit diesem stimmungsvollen Konzert vom todgeweihten Gotteshaus verabschiedet hat. Dem Club ist damit etwas gelungen, was bisher von niemandem erreicht wurde, dass dieser Kirche ein würdiges, ehrenvolles Andenken erhalten werden wird.

Alle bisherigen Sprecher, die das Wort über das geplante Vorhaben ergriffen, redeten ausschließlich von Geld, Kosten, Unkosten, Haushalt, Einnahmen und Ausgaben. Nie über das Gotteshaus, das der Gemeinde ein Zuhause bieten soll, wo Gottes Wort gepredigt und gehört wird. Wo die Gemeinde sich trifft und auch Alte und Behinderte freien Zugang haben und teilnehmen können an allen Veranstaltungen in diesem eindrucksvollen Raum.

Es gibt in Wendlingen keinen ähnlich universell verwendbaren Raum, der die ganze Vielfalt von Möglichkeiten bietet wie dieser große, freundliche, helle Raum unserer geliebten und vor erst fünfzig Jahren teuer erbauten Johannes-Kirche im Zentrum der Stadt Wendlingen am Neckar.

Daran sollten die Verantwortlichen sich orientieren, ehe es zu spät ist, wie damals bei der „Otto-Kirche“, über deren Abriss heute gesagt wird: Wie kann man nur!

Leserbriefe

Hotel und Biergarten – aber kein Betonbunker

Alfred Schmidt, Nürtingen. Zum Artikel „Hotel mit Biergarten am Neckar“ vom 18. Mai. Ich stimme Herrn Raimund Braun (NT 14) voll zu, wenn er die Architektur des „Hotelneubaus“ kritisiert. Recht hat er, wenn er ein Satteldach und eine Verkleinerung des Baukörpers fordert. Dann würde sich das…

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