Leserbriefe

Nürtingen muss sich anders aufstellen

19.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hosam el Miniawy, Nürtingen. Landesweit wurde am Donnerstag eine Sendung ausgestrahlt, die kein gutes Bild für Nürtingen abgegeben hat. Kurzauszug: Frage der Journalistin: „Auf der einen Seite haben wir eine Steuersenkungsdiskussion und auf der anderen Seite müssen Sie die Gebühren erhöhen? Wie passt das zusammen?“ Antwort OB Heirich: „Jede Steuersenkung auf Bundesebene hat Auswirkungen auf kommunaler Ebene. Den Letzten beißen die Hunde . . . und das ist der Bürger, der irgendwie zum Gesamtsteueraufkommen beitragen muss.“ Hier wird der Eindruck erweckt, dass in Nürtingen 22 Millionen Euro fehlen, da die neue Regierung plant, die Steuern zu senken. Das ist falsch und verhindert die nötige Diskussion, die wir führen sollten.

Warum fehlt uns jetzt das Geld in Nürtingen? Zuallererst aufgrund der Wirtschaftslage, die sich verschlechtert hat und so natürlich eine Verschlechterung der Einnahmenseite (Gewerbesteuer, Anteil an der Gewerbe- und Umsatzsteuer et cetera) nach sich zieht. Weiter ist es aber auch so, dass wir in Nürtingen im Vergleich zu ähnlichen Städten geringe Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer haben, aber gleichzeitig bei den Ausgaben spitze sind. Fragen, die wir uns unter anderem stellen müssten, sind: Wie schaffen wir es, kleine und mittelständische Unternehmen in Nürtingen anzusiedeln und zu unterstützen? Wie werden wir für gutverdienende Einwohner attraktiver? Warum baut unsere Innenstadt immer weiter ab? Wie verhindern wir in Zukunft so ein Missmanagement wie bei den Kosten der Stadthalle? Warum haben wir im Vergleich zu anderen Kommunen so hohe Ausgaben, aber nur geringe Einnahmen? Der Staat hat ein Ausgabenproblem. Wir in Nürtingen haben ein Einnahmen- und Ausgabenproblem und daher geht es uns besonders schlecht. Das ändern wir nur langfristig, indem wir uns strategisch anders aufstellen.

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

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