Leserbriefe

Notfahrplan der Deutschen Bahn

17.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Zum Leserbrief „Große Probleme bei der Bahn“ vom 13. August. Mir geht es auch so wie Herrn Tempel, ich traue der Bahn, insbesondere deren Managern Grube, Keefer und so weiter, nicht zu, dass sie das Milliardenprojekt S 21 und die Neubaustrecke durchführen kann.

Unsere Politiker haben beschlossen, nach der Telekom und der Post auch die Bahn zu verkaufen und den Staatsbetrieb in eine AG umgewandelt. Seither wird sowohl bei den Betriebsmitteln als auch beim Personal zur Gewinnmaximierung ständig gespart, damit sich potente Käufer finden. Nur die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat den Börsengang bisher verhindert. Mit Mehdorn und Grube hat man allerdings Leute aus dem Hause Daimler-Benz gefunden, die zwar keine Eisenbahn-Experten sind, aber offensichtlich den politischen Willen der Regierung durchsetzen wollten. Offensichtlich ist man jetzt so weit gegangen, dass das Personal so frustriert ist, dass es die bestehenden Belastungen nicht mehr ertragen kann.

Vor einigen Tagen ist im Hauptbahnhof Mainz fast ein Frontalzusammenstoß zweier S-Bahnen passiert. Ermittelt wird jetzt gegen die Lokführer und den Fahrdienstleiter. Nicht gegen die Manager und Politiker! Insbesondere den Verkehrsminister Ramsauer und Frau Bundeskanzlerin Merkel, die schon vor Jahren das Projekt S 21 als für ganz Deutschland wichtigstes Vorzeigeprojekt hochstilisiert und offensichtlich sogar den Aufsichtsrat der Bahn zum Weiterbau in Stuttgart massiv beeinflusst hat. Und das alles in unserem hochentwickelten Land mitten in Europa. Man kommt sich vor wie in einer Bananenrepublik!

In flächendeckende Verkehrssicherheit zu investieren ist jedenfalls sinnvoller und ganz sicher für alle Pendler in den Ballungsräumen und das Ansehen Deutschlands international wesentlich sinnvoller als Hochgeschwindigkeits-strecken und einen unterirdischen Kellerbahnhof in Stuttgart bauen zu wollen mit all seinen Fehlern und Risiken und dem weiterhin fehlenden Geld, denn die Bahn hat es nicht! Im Übrigen sind sich die meisten Politiker der etablierten Parteien einig, dass die Deutsche Bahn doch noch verkauft werden soll. Mit welchem Recht eigentlich? Das ist doch Volksvermögen! Und was ist denn mit dem ganzen Geld aus dem Verkauf von Telekom und Post geworden? Es wurde einfach vervespert anstatt zum Beispiel damit die Staatsschulden zu verringern. Aber die sind ja so hoch, da sind ein paar Milliarden sowieso nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Einzige Alternative für mich bei der nächsten Bundestagswahl ist die Linke oder die AfD (Alternative für Deutschland).

Leserbriefe

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Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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