Leserbriefe

Noch nicht alles optimal im Klinikum

22.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Margret Kicherer, Erkenbrechtsweiler. Zum Leserbrief „Das ist eine Fehlplanung“, vom 19. Januar. Wir mögen Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken – falls sie das Gleiche denken wie wir. Dieses Sprichwort lässt sich auch auf manche Leserbriefe umsetzen. Es gibt doch tatsächlich fremde Leute, die unsere eigenen Gedanken so zu Papier bringen, wie man selber denkt, fühlt und es auch erlebt hat. Genau so hätte man es auch geschrieben – wenn nur das Jetzt nicht immer dazwischenfunken würde. In diesem Sinne ist der Leserbrief von Marliese Pacher aus Neckartailfingen ein echter Volltreffer! Jedem Bürger – das sind wir alle hier, die diesen sündhaft teuren Krankenklotz auf dem Säer mitfinanzieren – sei empfohlen, dort einmal in dem vom Personal treffend bezeichneten „Terminal“ Platz zu nehmen. Er hat dann buchstäblich alles im Blick! Zum Beispiel auf der Nordseite den „Einlass“, der mit den vielen Besuchern auch die windige Eiseskälte schonungslos hereinlässt. Die zieht dann trotz Mantel und Stiefeln in die Knochen; man fühlt sich wie im Stuttgarter Hauptbahnhof. Wenn man sich über die Fehlplanung am Haupteingang genug Gedanken gemacht hat und den Kopf auf die andere Seite wendet, gibt es da das nächste Elend. Hier sieht man dann doch tatsächlich, wie hilflose Patienten abgehärtet werden! Frisch aus dem Bett, verstrubbelt, mit dünnem Hemdchen und nackigen Schenkeln, werden diese bedauernswerten Mitmenschen im Rollstuhl am zahlreichen und staunenden Publikum vorbeigeschoben. Sogar „Zitronenfalter“ sieht man hier „schweben“. Die neuen, zartgelben Mäntelchen der Bediensteten flattern sehr geschäftig treppauf, treppab, rechts und links mal mit und mal ohne Kaffeebecher. Es wird also nie langweilig hier in der Lobby im nagelneuen Kreisklinikum. Man sitzt, guckt, denkt nach und stellt sich Fragen: Warum wird hier der Mensch so lieblos behandelt? Warum hat der „Zitronenfalter“ nicht Mitleid, so wie der heilige St. Martin? Warum werden hier Erkältungen aus purer Rücksichtslosigkeit hausgemacht und nachher als Krankenhausvirus diagnostiziert? Warum ist für die Patientenversorger der Bildschirm wichtiger als der echte Mensch? Warum ist in der mächtigen Durchgangs-, Warte-, Ein- und Ausgangshalle kein Platz für ein Telefon vorgesehen? Warum braucht man diese riesige, unendlich lange und patientenunfreundliche „Prozessionsstraße“? Warum ist dann aber plötzlich rechts, deplatziert und ziemlich mickrig, der Haupteingang? Es gibt noch viele Fragen. Eine noch: Zahlt wenigstens derjenige, der aus mangelnder Menschenfreundlichkeit hier grob fehlgeplant hat, die notwendigen Nachbesserungen aus seinem eigenen Geldbeutel? Ein Wunschtraum. Aber Realität und Gerechtigkeit könnten zusammenkommen, wenn derjenige auch krank wird, zu Fuß vom Parkplatz seine Promenadenallee bis zum Haupteingang durchhumpeln muss, sein Handy dort streikt und später, nach stationärer Aufnahme, er im Hemdchen, halb nackt im Rollstuhl sitzend langsam durch seine zugig geplante Halle, am hälsestreckenden Publikum vorbei, zur Untersuchung geschoben wird. Im Winter!

Leserbriefe

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