Leserbriefe

Nichts von Hölderlin und Integration

11.02.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Claudia Grau ist die neue Bürgermeisterin“ vom 9. Februar. Bei der Wahl zur Nachfolge des Ersten Bürgermeisters konnte man endlich für seinen humanistischen Bildungsabschluss dankbar sein, denn es fielen bedenkenswerte Zitate von Geistesgrößen wie Aristoteles und Konfuzius – und mit Eduard Mörike und Ottilie Wildermuth in ihrer Beziehung zu Nürtingen im 19. Jahrhundert kam schließlich der „genius loci“ auch noch zu seinem Recht! Warum man aber dann ausgerechnet den größten Sohn der Stadt, „unseren Fritz“, vergessen hat?

Heutzutage sei Bildung neben Integration „das Topthema“, so hört man es landauf, landab. Nur von Letzterer war im Großen Sitzungssaal im Rathaus nicht die Rede. Hing dies möglicherweise damit zusammen, dass, wie ich schon des Öfteren fraktionsübergreifend aus Politikermund vernehmen musste, dies halt kein Thema sei, mit dem man „punkten“ könne?! Aber wenn in einer Stadt wie der unseren mehr als 14 Prozent Mitbürger „mit Migrationshintergrund“ leben, wäre allein schon diese Tatsache der Erwähnung wert gewesen neben Zahlen über Kindergartenplätze, Prognosen über Hochbetagte im Jahr 2030 und dem Hinweis auf die „Pferdesteuer“. Integration ist gesamtpolitisch ein zu wichtiges Thema, um es dem „sozialpädagogischen Experimentierfeld“ zu überlassen. Nicht nur Noch-Bürgermeister Siebert hat dabei in den letzten acht Jahren zu viel „laufen lassen“!

Leserbriefe

Unterschlupf am Neckar?

Raul Guerreiro, Nürtingen. Die Diskussion „Hotel am Neckar ja oder nein“ wird oft unter den Aspekten von Bürgerentscheidungsrechten, Finanzen, Umwelt, Politik, geschäftlichen Interessen und so weiter geführt. Eine besondere Essenz der Sache bleibt dabei im Schatten. Ein Hotel wäre lediglich eine…

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