Leserbriefe

Nicht nur Toleranz von anderen fordern

17.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Morr, NT-Zizishausen. Zum Leserbrief „Die Religion des anderen wertschätzen“ vom 8. Dezember. Herr Baslig scheint sich aus Leserbriefen immer nur das herauszulesen, was ihm dienlich ist. Ich muss ihm deshalb in verschiedenen Punkten widersprechen. In meinem letzten Leserbrief rief ich nicht dazu auf, Bräuche des Islam pauschal als radikal zu diskriminieren. Ich benannte nur wahrscheinliche Gründe, warum in dem von Herrn Baslig seinerseits kritisierten Zeitungsbericht das religiöse, islamische Schächten von Tieren als „radikalislamisch“ bezeichnet wurde, zusammen mit anderen, nicht gerade friedlichen Hintergrundaspekten.

Toleranz gegenüber Religionen einfordern darf man in Demokratien. Gott sei Dank! Sie zu ernten setzt allerdings eigene Toleranz und Entgegenkommen in einem „religiösen Gastland“ voraus. Keine Religion der Welt darf automatisch Toleranz für sich beanspruchen. Sie wird aber umso mehr Toleranz ernten, je freundlicher sie sich mit ihren Inhalten in ihr Kultur-Umfeld eingliedert.

Warum sollen es immer nur Ausnahmen sein, wenn im Namen des Islam Unrecht geschieht, wie die Tierschächtung in Alsheim, wie bei weltweitem Terror? Herr Baslig scheint diesbezüglich eine getrübte Wahrnehmung zu haben. Nein, diese Verbrechen sind keine Einzelfälle. Sie geschehen massenhaft! Wie sollen wir den Islam als friedliche Religion begreifen, wenn Tausende Terroristen mit dem Schlachtruf „Allahu Akbar!“ zahllose Unschuldige in den Tod stürzen? Dies ist nun mal eine ausschließlich islamische Erscheinung. Ich habe Gleiches noch nie bei Christen, Buddhisten, Hindus erlebt. Und wenn es nur Ausnahmen wären, warum gehen dann die friedlichen Muslime Deutschlands oder anderswo nicht massenweise auf die Straßen, um diese Verbrechen zu ächten?

Und wenn Herr Baslig behauptet, der Koran würde nicht zum Töten von Ungläubigen (alle Nicht-Muslime!) aufrufen, dann scheint er eine Einzelausgabe des Koran zu besitzen. Ich jedenfalls kann ihm gerne Nachhilfe erteilen auf der Basis anderer Koran-Ausgaben. Ich bin in seinen Augen vielleicht ein „Ungläubiger“, aber kein Unwissender. Und wer mit den Missbrauchsskandalen der katholischen Kirche argumentiert, soll wissen, dass Pädophilie ein scheußliches Verbrechen ist. Noch schlimmer allerdings sind durchgeschnittene Kehlen und zerfetzte Menschenleiber.

Deshalb mein Rat an Herrn Baslig: Nicht nur kritisieren und fordern, sondern das Zusammenleben fördern durch echte Integration. Die wird aber erst gelingen, wenn sich die Völker untereinander assimilieren, auch wenn Herr Erdogan dies nicht wünscht.

Leserbriefe

Die Gutmenschen und die Bundesregierung

Günther Ackermann, Wendlingen. Die Reisewarnung für Gambia wurde vom Auswärtigen Amt am 21. Januar 2017 aufgehoben. Seit der neugewählte Staatspräsident Adamo Barrow Ende Januar 2017 sein Amt übernommen hat, „hat sich die Lage und das tägliche Leben in Gambia normalisiert“, schreibt das…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe