Leserbriefe

Neubau auf dem alten Platz

16.07.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christa Axt, Nürtingen. Als Bewohnerin der Schloßgartenstraße muss ich mein Entsetzen über den geplanten Abriss des Hölderlinhauses schildern, denn dass so ein brutaler Eingriff in unsere Altstadtstraße angedacht ist, kann ich nicht verstehen. Bisher war ich der Meinung, dass beim Bauamt die gleichen strengen Auflagen im Altstadtbereich gelten, die auch uns Anwohnern vorgeschrieben werden.

Zufällig traf ich am Samstag eine Dame vor dem Hölderlinhaus, die mir einen rot markierten Pflasterstein zeigte, der das Ende des geplanten zukünftigen Volkshochschulgebäudes markiert, dies soll den ganzen oberen Bereich der Schloßgartenstraße einnehmen, der idyllische Vorplatz samt Grünbereich muss weg, aus einer harmonisch angelegten Altstadtgasse wird ein völlig eingeengter Schlauch. Man kann doch nicht einfach in der engen Altstadt neues Bauland kreieren! So war das bisher nicht gezeigt und deutlich gemacht worden und so darf das auch nicht werden.

Wenn ein Neubau kommt, dann auf dem überbauten Grundstück des alten Gebäudes, alles andere ist ein extremer Eingriff in gewachsene, historische Strukturen.

Altstadtfest, Adventsmarkt oder Osternestlesmarkt könnten nicht mehr stattfinden, weil Platz und Atmosphäre vernichtet wären.

Das ehemalige Heim-Areal wäre sicher geeigneter für eine Volkshochschule, schließlich könnte dort auch eine Tiefgarage eingebaut werden.

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