Leserbriefe

Natur und Tierliebe den Vorrang geben

10.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Oliver Cosolo, Neuffen. Zum Leserbrief „Unsere kleine Farm musste schließen“ vom 8. September. Da lässt der deutsche Amtsschimmel grüßen. Mag sein, dass es rechtliche beziehungsweise gesetzliche Vorgaben zum Vogel- und Naturschutz gibt. In der Praxis sollte man sich jedoch jeden Einzelfall anschauen. Wie „umweltschädlich“ kann es sein, mit einem solchen Projekt Kindern, Jugendlichen und deren Eltern das Thema Natur nahezubringen? Ich glaube, die Hinterlassenschaften in der Natur von (meist) Jugendlichen, die leere Wodkaflaschen, Plastikbecher, Pizzaschachteln nach Gebrauch einfach auf Wiesen und Feldern zurücklassen, sind ungleich schwerer zu wiegen – und das nicht nur in der Gemarkung Frickenhausen beziehungsweise Neuffen. Wenn dann außerdem, wie kürzlich berichtet, Kinder aus Langeweile und Hirnlosigkeit kleine Lämmchen erschlagen, kann dies durchaus ein Hinweis darauf sein, dass die Themen Natur und Tierliebe nicht bei jedem verankert sind.

Ein solches Projekt, das Kinder bereits frühzeitig hierfür sensibilisieren kann, halte ich für förderungswürdig und nicht, wie eben geschehen, wegen ein paar Paragrafenreitern zum Untergang verdammt. Da sollten einige sich von ihrem Bürostuhl lösen und sich vor Ort ein Bild machen. Als Hundebesitzer (anderes Thema) stelle ich mich zudem zur Verfügung und zeige gleichzeitig die „Müllhalden“ im Landschaftsschutzgebiet Neuffener Tal auf.

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