Leserbriefe

Mit Flugzeug und Bahn verspätet

28.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hosam el Miniawy, Nürtingen. Zum „Nachhinein“ vom 24. Juli. Lieb von der geschätzten Chefredakteurin, dass sie meine Erfahrung mit der Bahn aufnimmt, aber es gibt ein paar Sachverhalte, die ich an dieser Stelle richtigstellen muss. Die Bahn nutze ich gar nicht selten, da es die Möglichkeit bietet, während der Fahrt zu arbeiten oder auch nur zu entspannen. Auch kann die Bahn nichts für meine Verspätung bei der Schutzgemeinschaft Filder, da sich an diesem Tag eine unglückliche Seele vor den Zug geworfen hat. Trotz dieses traurigen Ereignisses habe ich es mit einiger Verspätung zu dem Termin geschafft und konnte mich hier der Diskussion mit den Herren Kretschmann, Schmiedel, Kunzmann und den Fragen des Publikums zum wichtigen Thema Fluglärm stellen.

Leider muss ich aber auch berichten, dass die Bahn seltenst pünktlich im Fernverkehr ist, sodass ich den Regionalexpress nach Nürtingen in gefühlten 90 Prozent der Fälle verpasse. Auch ist es richtig, dass die Bahn an vielen (falschen) Enden zu sparen scheint: im Winter fällt die Heizung aus und im Sommer die Klimaanlage. Hier muss anscheinend gespart werden, obwohl die Preise seit Jahren regelmäßig steigen, sodass eine Fahrt 2. Klasse nach Düsseldorf und zurück heute 210 Euro kostet. Dieser Sparsamkeit ist spätestens dann Einhalt zu gebieten, wenn die Sicherheit der Menschen gefährdet wird. Dies beginnt bei Klimaanlagen und gilt auch für den Bau von Stuttgart 21, wo keine Budgets auf Kosten der Sicherheit heruntergerechnet werden sollten (betrifft zum Beispiel Tunnelwände).

An dieser Stelle fordere ich als Bürger, Kunde und FDP-Landtagskandidat mehr Transparenz und reelle Kostenplanungen. Zum zweiten Termin der Schutzgemeinschaft bin ich übrigens mit dem Flieger gekommen. Das Resümee dieser Reise: Brandgeruch in der Kabine auf dem Hinflug nach Düsseldorf, zwei Stunden Verspätung auf dem Rückflug, da es so lange gedauert hat, bis der Pilot und die Techniker die Systeme der 20 Jahre alten Maschine wieder hochgefahren hatten. Nach dieser vertrauenserweckenden Erfahrung habe ich es um 21.30 Uhr zur Veranstaltung mit tollen Diskussionen auf den Fildern geschafft (Beginn war 19.30 Uhr). Welche Erkenntnis bleibt? Ob Flugzeug oder Bahn, bei beiden wird an den falschen Enden gespart. Trotzdem freue ich mich auch in Zukunft über jede Einladung und setze alles in Bewegung, um dann (mit Verspätung) teilzunehmen.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe