Leserbriefe

Minister Niebel und sein Teppich

19.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Krüger, Nürtingen. Zum Artikel „Teppich war zollfrei“ vom 15. Juni. Teppiche aus Afghanistan mögen bei Einfuhr in die EU zollfrei sein, sie sind aber ganz bestimmt nicht steuerfrei. Jede Ware, die aus einem Drittland in die EU eingeführt wird, muss prinzipiell beim Zoll angemeldet werden. Wenn laut Zolltarif eine Zollfreiheit besteht, so besteht noch lange keine Steuerfreiheit. Der reguläre Einfuhr-Umsatzsteuersatz liegt bei 19 Prozent, der ermäßigte Satz bei sieben. Bei der Ermittlung des Einfuhr-Umsatzsteuerwertes spielen aber auch noch die Frachtkosten eine Rolle.

Wenn die Berichterstattung stimmt, dann hat sich der betreffende Minister die kostenlose Luftfracht-Beförderung erschlichen. Somit müsste ihm der BND noch die Kosten für die Beförderung in Rechnung stellen. Der Kaufpreis plus Frachtkosten unterläge somit der Versteuerung, damit dürfte der Teppich ziemlich teuer für Herrn Niebel werden. Hier soll wohl wieder einmal Sand in die Augen der Öffentlichkeit gestreut werden, indem nur von Zollfreiheit gesprochen und die Steuerpflicht einfach weggelassen wird. Der Laie weiß ja auch nicht, dass die Einfuhr-Umsatzsteuer aufgrund des höheren Prozentsatzes in den meisten Fällen wesentlich höher ist als der Zoll.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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