Leserbriefe

Metzger haben Tradition und Zukunft

03.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Schneider, Fleischermeister, Pliezhausen. Zum Leserbrief „Fleischkonsum wird abnehmen“ vom 7. Oktober. Es ist schon hart an der Grenze des Erträglichen, was da in der Nürtinger Zeitung veröffentlicht wurde. Dass Fleisch ernährungsphysiologisch und kulinarisch auch heutzutage außerordentlich hochwertig ist, steht außer jedem Zweifel. Man denke nur ans Grillen.

Gerade weil Fleisch bei 90 Prozent der Bevölkerung diesen hohen Stellenwert hat, wird es von vielen großen Lebensmittelketten als Kundenmagnet missbraucht und zu unverantwortlich niedrigen Preisen im Sonderangebot verschleudert. Dadurch entsteht der Druck auf die Erzeuger zu immer größeren Mastbetrieben sowie auf die Schlachtbetriebe zu immer größeren Schlachtzahlen. Doch gerade in Baden-Württemberg und Bayern gibt es sehr gute, verantwortungsvolle Bauern und Mastbetriebe. Ebenso auch sehr gute Metzgereibetriebe für die Verarbeitung, die zum größten Teil nicht selbst schlachten, aber hervorragende Fleischerzeugnisse herstellen.

Natürlich gibt es in unserer Branche immer weniger Betriebe, dafür aber größere qualitätsbewusste Betriebe. Diesen Prozess sehen wir in vielen anderen Branchen auch. Nach meinen zuverlässigen Informationen essen zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland kein Fleisch. Diese Gruppe wird zwar nicht größer, aber seltsamerweise immer lauter.

Fleisch gehört eben zu einer ausgewogenen und vernünftigen Ernährung genauso wie Gemüse oder Obst. Ich selbst bin Fleischermeister und habe meinen Beruf „von der Pike auf“ erlernt. Unter anderem habe ich für unseren Berufsverband und auch für die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) in verantwortlichen Positionen jahrzehntelang gearbeitet. Außerdem habe ich erfolgreich einen Metzgereibetrieb mit damals 120 Mitarbeitern mit Freude und in großer Verantwortung auch für unsere Mitarbeiter geführt.

In meiner Familie waren bereits die Generation vor mir in diesem Beruf und bereits die zweite Generation nach mir ist mit Freude und Überzeugung in diesem Beruf tätig. Auch deshalb, weil dieses Handwerk vielseitig ist, Tradition und Zukunft hat. Diesen Beruf lassen wir nicht einfach schlechtreden.

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