Leserbriefe

Merkel: Eher platt und undeutlich

18.03.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Christenheit, Wendlingen. Zum Artikel „Die Kanzlerin kam als Wahlkämpferin“ vom 9. März. Herr Warausch schreibt wohl zutreffend von „beeindruckenden Zahlen“. Jede Menge von Medienleuten aus ganz Europa und Bürger, die fast die Stadthalle stürmten lassen fast Ängste aufkommen, dass bei einem Wahlsieg von Kretschmann und Co. Nürtingen die heimelige Hauptstadt unseres „Ländles“ wird. Für einen Wahlsieg ihrer Partei wollte Frau Merkel die „Werbetrommel“ rühren. Weshalb sie für einen Wandel nach fünf Jahren grünroter Koalition eine Notwendigkeit sieht formulierte sie eher platt und undeutlich.

Was hat er denn nun falsch gemacht, dieser Noch-Ministerpräsident, der die Bundeskanzlerin in sein Abendgebet einschließt und der sie oft gegen andere Ministerpräsidenten in der Flüchtlingsfrage unterstützt hat. Sie wollte Herrn Kretschmann nicht einmal beim Namen nennen! Sie stellte weiter Herrn Kretschmann als „Jasager“dar. Es genüge, so Frau Merkel, eben nicht, nur zuzustimmen sondern müsse auch auf „Neuland selbst die Schritte setzen“! Niemand kann sagen, Frau Merkel sei eine schlechte Rednerin. Sie sollte sich aber merken, dass Schwaben genau zuhören und arg ärgerlich werden können, wenn die den Eindruck bekommen, dass jemand sie mit wohltönendem Gerede über den Tisch ziehen will.

Genauso verhält es sich mit dem Vorwurf, die grün-rote Landesregierung habe die „Substanz verzehrt statt vermehrt“? Eigentlich hätte bei derartigem Gerede Frau Merkels Parteifreund, der gelernte Jurist Guido Wolf, seiner Parteifreundin sagen müssen, dass auch bei Wahlreden die Rednerin ihren Vortrag darlegen und beweisen muss. Einer fehlte bei Frau Merkels Vortrag – der Normalbürger, dessen Interessen der neue Ministerpräsident bedienen soll und der letztendlich die Aktivitäten der Politiker zu bezahlen hat.

Leserbriefe

Schon vergessen? Das ist keine Alternative

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zum Leserbrief „Postfaktisch und die Arbeit der Presse“ vom 14. Januar. Niemand muss sich wundern, dass der Begriff „postfaktisch“ mit „Lügenzeit“ gleichgesetzt wird. Genauso ist das nämlich von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeint. Wer damit ein Problem…

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