Leserbriefe

Menschen und Füchse

05.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ingrid Buncic, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Krankheiten sind doch übertragbar“ vom 14. März. Bei den Berichten über die Füchse und darüber, warum Jäger meinen, sie abschießen zu müssen, ging es um Staupe – und die ist nicht übertragbar auf den Menschen. Sicher sieht es bei Echinococcus anders aus. Jahrzehntelang waren Tollwut und Fuchsbandwurm ein Problem. Irgendwann gab es dann Impfungen gegen Tollwut für Füchse, aber gegen Fuchsbandwurm gibt es seit Jahrzehnten nichts, deshalb werden unsere Hunde geimpft. Ich habe bis 1991 mehrere Jahrzehnte im Obst- und Gemüsehandel gearbeitet und damals schon meinen Kunden wegen des Fuchsbandwurms geraten, zum Beispiel Waldheidelbeeren nicht roh zu verzehren, sondern einmal kurz heiß zu überwallen. Trotzdem stellt sich für mich die Frage, ob dies rechtfertigt, die Tiere einfach abzuschießen.

Ich denke, Aufklärung tut not, und zwar wie Herr Dr. Bone schon sagt, hinsichtlich des Verzehrs von rohen Beeren aus dem Wald und darüber, wie wir Menschen uns im Wald verhalten sollten. Der Wald ist für unsere Tiere als Lebensraum und für uns Menschen zum Erholen da. Hoffen wir mal, dass in unseren Forschungslaboren endlich ein Medikament erforscht wird, das wir unseren Füchsen geben können, damit sie keine ansteckenden Krankheiten mehr verteilen können und unsere Jäger keinen Grund mehr haben, unsere Tiere abzuschießen. Denn dass es von verschiedenen Spezies zu viele gibt, ist für mich kein Grund. Wir Menschen machen uns immer breiter und beanspruchen immer mehr Lebensraum und meinen, mit allem im Recht zu sein. Vielleicht sollten wir es mal von der Perspektive der Wildtiere auf uns Menschen sehen. Menschen gibt es auch sehr viele und im Großen und Ganzen achten sie uns. Die Schöpfungsgeschichte zeigt uns, wie wir mit Tier und Umwelt umzugehen haben. Vielleicht sollten wir uns mal wieder darauf besinnen.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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