Leserbriefe

Menschen, Tiere und Mitleid

08.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Stoll, Wolfschlugen. Zum Artikel „Initiative für Tierversuche“ vom 25. Juni. Die neue Initiative Pro-Test will also mehr Transparenz und Sachlichkeit in die Diskussion um Tierversuche bringen. Ein Blick auf deren Homepage zeigt nichts, was nicht auch die Pressestelle des Max-Planck-Institutes veröffentlicht.

Es reicht immerhin, dass es einem schlecht wird. Pro-Test hält Tierversuche ethisch für vertretbar (aufgrund von was?). Menschen, die mit Tieren umgehen, sehen das ganz anders. Man kann über Tierversuche nicht diskutieren. Es gibt da nur Schwarz oder Weiß. Die Max Planckler wissen das, darum heißt das Institut auch nicht „Institut für Tierversuche“, sondern für biologische Kybernetik (warum wohl?).

Das Gesetz lässt Tierversuche zu, das Regierungspräsidium Tübingen genehmigt diese in allen Fällen. Für solche Versuche braucht es aber Menschen, die Mitleid nicht empfinden. Dazu gibt es Untersuchungen des Max-Planck-Instituts. Ein Wissenschaftler hat sich mit Gefängnisinsassen beschäftigt, die Verbrechen mit besonderer Grausamkeit begangen haben.

Es sind nach der Darstellung des Wissenschaftlers Menschen, die zu Mitleid nicht fähig sind. Sie empfinden die Grausamkeit ihrer Taten weder während noch nach der Tat. Der Wissenschaftler hat diese Häftlinge als Psychopathen bezeichnet.

Pro-Test macht Lobbyarbeit für Tierversuche und die jungen Beteiligten feilen an ihrer Karriere als zukünftige, gut besoldete Tierquäler. Es ist etwas aufwendig, an Information zu kommen, wie Versuche aussehen sollen und was tatsächlich passiert.

Hersteller von Equipment für Tierversuchslabors geben eine gute Vorstellung von der Fragestellung der Experimentatoren zum Umgang mit den Tieren. Das sieht komplett anders aus als die uns vormachen wollen.

Mit Brot und sauberem Wasser könnten die „Wissenschaftler“ mehr Menschenleben retten als mit Millionen geschändeter Tiere. Eine wirkliche Zivilisation kann so etwas nicht zulassen. Pro-Test ist nur eine Organisation von Jungsadisten.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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