Leserbriefe

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen

04.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Stoitzner, Nürtingen. Zu den Berichten des furchtbaren Flugzeugabsturzes, bei dem 150 Menschen ihr Leben verloren haben. Seit Jahren versuchen Ärzte, Betroffene und Angehörige das Thema „Depression“ aus dem Bereich des Tabus herauszuholen. Mit einem Schlag werden in den Medien von sogenannten „Experten“ per Ferndiagnose Behauptungen aufgestellt, die jeglicher Grundlage entbehren.

Mit welchem Recht wird unterstellt, dass der Co-Pilot aufgrund einer depressiven Erkrankung einen erweiterten Suizid begangen hat? Muss nicht geklärt werden, ob technisches Versagen, eine Kurzschlusshandlung, ein Alkohol-, ein Drogen-, Aufputschmittel- oder Medikamentenmissbrauch, eine berufliche Überforderung, eine Psychose oder Folge einer Computerspielsucht vorliegt?

Millionen von Menschen mit depressiven Erkrankungen werden zu potenziellen Tätern gestempelt. Menschen mit Depressionen werden künftig wieder Angst haben, offen über ihre Krankheit, die jeden treffen kann, zu sprechen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.

Leserbriefe

Abstrakte Argumente von de Maizière

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Kauder will notfalls Verfassung ändern“ vom 5. Januar. Unser Bundestagsabgeordneter, Michael Hennrich, kritisiert demnach, dass von den Kritikern des Bundesinnenministers keiner sage, was die Vorteile der jetzigen Regelungen seien. Das erstaunt…

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