Leserbriefe

Meilensteine und Rentenlogik

22.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Zu den Artikeln „Meilenstein im All“ vom 13. November und „Gute Rente, schlechte Rente“ vom 14. November. Das war eine Woche der Meilensteine: „Landung auf Komet 67/P geglückt“; „Gesetzliche Alterssicherung wird 125“; und „NT-Kennzeichen wieder zugelassen“. Der letzte der drei Meilensteine wird gefeiert als Erfolg des Altkreises mittels Neuauflage der Kreisverwaltung eines REP-Antrags, den der Landrat „rückwärtsgewandt“ nannte, und der, zwar nicht von OB Heirich, aber von vielen Kreisräten, auch einigen aus Nürtingen, abgelehnt wurde. Im Gegensatz zu Jürgen Gerrmann kenne ich den Antragsteller.

Der Meilenstein im All, die Landung auf dem Kometen 67/P, wozu auch Forscher aus Baden-Württemberg, mit ihrer Beteiligung am Bau des Landesystems, ihren Beitrag geleistet haben. Jeder anerkennt die hoch komplizierten Berechnungen, die dafür von den Wissenschaftlern erbracht wurden. Im Gegensatz zu den Berechnungskünsten der nun 125 Jahre alten gesetzlichen Alterssicherung. Die Rentenberechnungen wären einfacher und logischer, würde man sie, im Interesse der Solidargemeinschaft, zu der auch die „Rentengemeinschaft leerer Kassen“ der ehemaligen DDR gehört, realistisch sehen. Kanzlerin Merkel will die Renteneinheit bis 2020 zwischen Ost und West herstellen, bei der zum Beispiel die früheren Parteifunktionäre der SED, heute der Partei „Die Linke“, dann wieder als Besserverdienende oben mitschwimmen würden. Braucht man dafür „Neues Geld“, bedeutet das Beitragserhöhung oder „Neues Geld“ drucken, was einer Geldentwertung gleichkommt, die, wie bei Einführung des Euro, die Mehrheit aller Rentenempfänger ärmer macht.

Wenn Axel Reimann, Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, „Realistische Rentenvorstellungen“ anmahnt, geht es nicht nur um die Ost-West-Anpassung. Es geht vor allem um die reale Anpassung an mittlere Einkommen, und nicht um hochprozentige Erhöhung der an Spitzenlöhne angepassten Spitzenrenten, die, von gut verdienenden Gewerkschaftsfunktionären gefordert, von gut situierten Spitzenpolitikern beschlossen, den „Besserverrenteten“ ein vielfaches mehr als den zahlreichen „Minirentenempfängern“ bescheren. Solidargerecht bedeutet: „Reale Rentenanpassung“, damit unser Rentensystem nicht zur Altersarmut führt.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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