Leserbriefe

Marshallplanhilfe mit Rückzahlung

14.09.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Sterr, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Leserbrief „Frau Hofstadt irrt sich gewaltig“ vom 6. September. Die Ausführungen zu der Marshallplanhilfe bedürfen der Präzisierung. So gilt die Aussage, dass die Marshallplanhilfe ohne Rückzahlung gewährt wurde, nicht für Deutschland. Deutschland wurde die Marshallplanhilfe als Kredit gewährt. Weitere 15 Staaten erhielten diese Hilfe als Geschenk. Von den circa 14 Milliarden US-Dollar erhielt Deutschland rund 1,4 Milliarden.

Im Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde der Bundesrepublik die Schuld aus der Marshallplanhilfe bis auf eine Milliarde Dollar erlassen. Diese Summe sollte einschließlich 2,5 Prozent Zinsen in 60 Halbjahresraten getilgt werden. Die Rückzahlung aus dem Bundeshaushalt erfolgte aber bereits bis 1966. Verwaltet werden die Gelder aus der Marshallplanhilfe von der 1948 gegründeten Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dort waren sie bis Ende 2005 als Sondervermögen auf rund zwölf Milliarden angewachsen.

Zu den Produktionsfaktoren Kapital, Boden, Dispositiver Faktor zählt der Faktor Arbeit. Durch das sinnvolle Zusammenwirken dieser Produktionsfaktoren werden Werte geschaffen und Wohlstand erarbeitet. Der Faktor Arbeit war damals mit einer gut ausgebildeten und leistungswilligen Arbeiterschaft vorhanden. Deshalb müssten heute bei der politischen Führung die Alarmglocken klingeln, wenn Ausbildungsbetriebe klagen, dass Schüler nicht ausbildungsfähig aus der Schule entlassen werden. Es ist schon dreist, wenn die für die Bildungsmisere Verantwortlichen vor den Wahlen um unser Vertrauen werben.

Leserbriefe

Verkehrsprobleme werden nicht gelöst

Raimund Popp, Nürtingen. Zum Artikel „Der Sieger kommt aus der Schweiz“ vom 20. September. Bevor die Umsetzung der Bahnstadt beginnt, muss der Kreuzungsknoten beim Amtsgericht nachweislich gelöst werden. Eine kleine Übersicht zum Plan der Bahnstadt: alle östlichen Häuser direkt an den…

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