Leserbriefe

Man soll die Hoffnung nie aufgeben

25.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Zum Artikel „Die Debatte ist viel zu aufgeheizt“ vom 24. Januar. Sodele, weil alle oder fast alle grad drüber reden, möchte ich mich auch schnell noch outen. Ich bin froh, dass im Moment so manch deutlich formulierter Leserbrief zum Thema Änderung des Bildungsplanes und das darin enthaltene Thema Homosexualität erscheint. Noch froher stimmt mich die Petition gegen die „neuartige“ Thematisierung der Homosexualität in der Schule! Am frohesten bin ich über die kräftig deftigen Beiträge, die in der Unterstützerliste für die Petition zu finden sind. Da ist von Pornografie im Unterricht, der Hoffnung, dass nicht alle Zuwanderer schwul sein mögen und der Furcht vor Umerziehung zum Schwulsein die Rede. (Will da jemand stattdessen lieber selbst umerziehen?)

Außerdem stürbe – laut Beiträge – durch die sexuelle Verirrung die Menschheit aus. Es heißt außerdem unter anderem, die Wahrheit lässt sich nicht verbiegen, in der Bibel findet sich auch noch was und der Papst hat’s schon immer gewusst. Des isch doch klasse, was die so schreibat! Da sag ich doch danke, grad für alle polemischen Beiträge zu diesem Thema und die damit verbundene unfreiwillige Unterstützung des neuen Bildungsplanes!

Ich bin, wie gesagt, froh, denn alle Beiträge, die so oder anders unreflektiert rausgehauen werden, zeigen doch, dass die Homosexualität äußerst dringend in der Schule thematisiert werden muss! Was ist denn eigentlich zu befürchten? Schwule und Lesben hat es schon immer gegeben (also so circa kurz nach Adam und Eva oder noch a bissle später) und sollte der Mensch deshalb aussterben, wäre uns die Natur sehr dankbar! Das war jetzt ironisch gemeint. Aber vielleicht stirbt ja mal das Schwarz-Weiß-Denken aus? Man soll die Hoffnung nicht aufgeben!

Leserbriefe

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