Leserbriefe

Märchenstunde in der Gesundheitspolitik

14.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jan Udo Fitzner, Wendlingen. Zum Artikel „Ratloses Amerika – was tun gegen Assange?“ vom 9. Dezember. Dass seinerzeit selbst das Pentagon einem Hackerangriff nicht standzuhalten vermochte, war schon kurios genug. Jetzt lesen wir, dass Aktivisten von Wikileaks die Macht über die Website des Kreditkarten-Riesen Mastercard übernahmen.

Wie bei unzähligen anderen „Pannen“ werden auch die höchstgradig ausgetüftelten Datensicherheitssysteme überwunden. Aus meiner Arztperspektive sehe ich dies auch deshalb mit größter Sorge, weil staatlich ja noch immer geplant ist, unser aller Gesundheitsdaten mittels der „e-card“, der elektronischen Gesundheitskarte, in Großrechner zusammenzuführen.

Die Daten dezentral verteilt in tausend Praxen auszuspionieren ist umständlich und schwer, in einem Großrechner mitlesen zu können ist dagegen für den Missbrauchswilligen ein Geschenk. Das mögen Hacker so sehen, das sehen aber auf der anderen Seite ganz bestimmt die Kontrollwütigen in unserem Staate so, die die Karte deshalb so vehement befürworten.

Die „e-card“ bedroht uns, und wer sich angesichts solcher Beispiele heute noch immer hinstellt und uns einreden will, sie sei sicher, der kann nur als bewusst böswilliger Täuscher gebrandmarkt werden.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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